Mutter Erde

„Nur in der Natur ist jede Seite mit Inhalt gefüllt“ Goethe

Die Natur hat mir seit meiner Kindheit Kraft gegeben und mich glücklich machen können. Sie kann von den Menschen zwar beeinflusst werden und ist tatsächlich bedroht und vergewaltigt. Aber am Ende setzt sie sich durch und ist viel stärker als das, was wir schaffen.

  • In meinem Garten staune ich über die Vitalität der sogenannten Unkräuter in meinem Erdbeer-Beet, das ich zwar gedüngt, aber danach monatelang nicht mehr gepflegt habe.
  • Sie wuchert in Ruinen, besiedelt Brandflächen wieder mit Bäumen und Stauden, sie schickt Glockenblumen an die Ränder von Erdrutschen, sie bedeckt die zerstörte Erde und verändert sie in fruchtbares Gelände.
  • Ich staune, wie die Natur fertig wird
    • mit den verheerenden Zerstörungen durch Kriege,
    • mit den Zerstörungen durch die Ausbeutung der Natur, um mehr Profit aus ihr herauszuholen und
    • mit Naturkatastrophen.
  • Ich erfahre mit Grauen, was die Natur den Menschen, ihren Häusern, ihren Gemeinden und Städten, ihren Feldern antun kann, wenn sie entfesselt ist und tut, was ihre Kraft hergibt.

Sie ist unvergleichlich schön in ihrer Exaktheit, ihren Farben, Stimmungen, Strukturen, ihrer Vielfalt – und unvergleichlich hart in ihrer Erbarmungslosigkeit.