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30.12.2009 von Mrs. Tapir.
Unser diesjähriger kleiner Zwischenjahresurlaub (wir feiern so unseren Hochzeitstag) führte uns dieses Mal nach Brandenburg an der Havel.
1. Tag, Sonntag, den 27.12.2009
Kaum am Ziel auf der Altstädtischen großen Heidestraße angekommen, haben wir einen wunderschönen Blick auf ein Stück Havel in der Wintersonne - direkt vor unserer Tür.
2. Tag, Montag, 28. 12. 2009
Bei schönem hellem und klarem Wetter machten wir uns auf einen Spaziergang durch die Altstadt und die Neustadt - beides sind Altstadtzentren. Brandenburg wurde vor längerer Zeit aus zwei eigenständigen Städten zusammen gelegt.
Nur ein paar Schritte entfernt von unserer Pension die frühgotische Kirche Sant Gotthardt, die behäbig, freundlich und doch majäestatisch auf einem schönen, ruhigen Platz tront wie eine Glucke auf dem Nest.
Sie bleibt nicht das einzige Stück Backsteingotik, dass wir in dieser Stadt finden und bewundern.
In einer kleineren Parkanlage finden wir das Denkmal der Steinschlägerin , 1927 aus Bronze gegossen. Vor ein paar Tagen sah ich solche Frauen mit ihren kleinen Kindern noch in Ostafrika. Also mussten Frauenauch bei uns vor noch nicht langer Zeit unter solchen Bedingungen ihr Brot verdienen.
Viel ist in Brandenburg saniert, überall gibt es großzügige Park- und Uferanlagen. Die Stadt wirkt auf uns frisch und freundlich, aber keineswegs aus dem Ei gepellt und wie im Museum. Es gibt nach wie vor Ruinen aus dem 2. Weltkrieg und auch sehr viele leer stenede Häuser. Heute hat Brandenburg 77 000 Einwohner, es waren einmal fast 100 000.
Hier haben die Wohnungen ihre eigene Anlegestelle.
Diese Stadt lebt vom Wasser. Es ist allgegenwärtig und man stellt sich bei 2 Grad minus vor, wie schön es hier im Sommer sein muss!
Kleines Maleur am Rande: Kranich lehnt sich an eeeine Hauswand, um eine Kirche besser auf den Sucher zu bekommen - und oh Schreck, diese war ganz frisch gestrichen. Es fehlte jedes Hinweisschild. Aber die neue Jacke war auf der ganzen Seite mit weißer Faorbe verschmiert. Einer netten Dame in einer Drogerie verdanken wir den Rat, zur Reinigung zu gehen und dort gaben wird ann die Corpus delicti auch ab - und konnten es am nächsten Tag sauber und von Farbspuren befreit wieder abholen.
Nur in Strickjacke war es nun freilich noch ein bischen kälter. Aber wir ließen uns die Laune nicht verderben.
Ein einladender Blick von der Hauptstraße aus.
Nach 4 Stunden, leicht durchfroren aber voller Begeisterung machten wir uns bei Abendlicht auf dem Heimweg.
3. Tag, Dienstag, den 29.12.2009 (unser 5. Hochzeitstag, paierne Hochzeit, oder nicht?)
Vom Morgen an regnete es leicht. Mit Schirm war das aber gut zu ertragen. Immer, wenn wir zu kalt waren, besuchten wir ein Café oder eine Kneipe, tranken Kaffee oder Kakao und wärmten uns auf. Die Stadt ist voller kleiner Gaststätten und Cafés.
Hier am Stadttor fand ich auch den Rosenstrauch, der die Kälte der vergangenen Wochen überlebt hat und noch immer blühte!
Heute führte uns unser Spaziergang zum Rathaus, vor dem ein Roland aus dem 12. Jahrhundert steht.
Dort sollte jede Minute eine pompöse Hochzeit einlaufen. Wir machten uns schnell auf den Weg.
Im Zentrum steht ein großens Warenhauscenter. Hier war es schön warm und außerdem gab es hier unserer Hochzeitsgeschenk, die neue Spiegelreflexdigitalkamera.
Nachdem wir glücklich die Jacke abgeholt hatten, machten wir uns auf zum Archäologischen Museum im Pauli Kloster. Wir hatten am Tag zuvor gesehen, dass heute eine Führung zur Sonderausstellung: “Ackern, Jagen und Flössen” durchgeführt wurde.
Bei dieser Sonderausstellung ging es um die Frage, wie Archäologen anhand von Funden wie z.B. Pflanzenpollen oder Baumjahresringen Erkenntnisse über das Leben unserer Steinzeit-Vorfahren gewinnen können. Besucher durften selber etwas tun: Korn malen wie in der Steinzeit, Mikrospopieren, Felle befühlen…
Beeindrucktend war der Klosterbau mit seinem großen Hallenkirchschiff und seinem doppelstöckigen Kreuzgang.
Die ständige Ausstellung, die wir im Anschluss an die Führung noch ausführlich besuchten, gefiel uns ausgezeichnet. Sie war sehr anschaulich und z.B. mit Lehrfilmenangereichert. Kraft und Atem hatten wir leider nur für die erste Abteilung, die Steinzeit. Hier lernten wir, dass über 10 000 Jahre hinweg die Neanderthaler und der Homo sapiens sapiens gleichzeitig die Erde und z.B. Europa bevölkerten.
Auf die Bronzezeit und das Mittelalter konnten wir nur noch einen flüchtigen Blick werfen. Aber es würde sich lohnen, wieder zu kommen.
Nach Hause kamen wir heute erst im Dunklen. Unser Weg führte uns wieder durch andere Ecken des alten Zentrums von Brandenburg und in viele der kleinen Läden, die an den Hauptstraßen geöffnet hatten.
4. Tag und Abreise, 30.12.1009
Über Nacht hatte es richtig geschneit. Ich brauchte lange, um mein Auto zu befreien.
Mit dem Blick auf die Altstädtische Große Heidestraße im Schnee nahmen wir Abschied von dieser netten, freundlichen Stadt.
Wieder ein Ziel mehr für unsere Sommerpläne!
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26.9.2008 von Mrs. Tapir.
Das große Bassin, an der Metrostation “Stalingrad” gelegen, und durch den Canal Saint Martin gespeist, hatten wir schon in den ersten Tagen unserer Pariszeit entdeckt.
Hier ist Paris nicht all zu sehr herausgeputzt. Hierher verirrt sich wohl auch nicht so oft ein Tourist. Dafür aber ist hier die Pariser Bevölkerung hier zu Hause.
An einem unserer letzten Tage gerieten wir zufällig mitten in ein Sommerfest, dass entlang der Ufer des großen Bassins gefeiert wurde.
Entlang des Ufers waren große Sandkästen für die Kleinsten aufgeschüttet und mitten drin - bequeme Liegestühle für die Muttis und Vatis - ein super Idee, fanden wir.
Am meisten aber hat uns der öffentliche Tanz beeindruckt: eine Tanzfläche, Musik vom Band, jede Menge begeistert und ausdrucksstark tanzende Paare jeder Altersgruppe
und rings herum Zuschauer, Leute, die gleich auch mittanzen würde, auf ihre tanzwütigen Mütter wartende Kids,
und z.B. auch wir….
Da waren Leute einfach nur fröhlich und ungezwungen. So viel spontane Lockerheit und Lebensfreude und gleichzeitig so viel Eleganz und Musikalität dürfte man in Deutschland vermutlich lange suchen.
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24.9.2008 von Mrs. Tapir.
Wir wohnten so nah, dass wir dieses Ziel locker in 10 Minuten zu Fuß0 erreichen konnten. Auf diese Weise kamen wir aber durch ein Seitentor auf den Friedhof und bekamen - wie am Haupteingang - keinen Plan der berühmten Gräber.
Die Stimmung des Friedhofs auf der Seite, von der wir ihn betraten war zunächst eher bedrückend. Nur steinerne Gräber, Moos, verwelkte Blumen…
Zunächst suchten und fanden wir die Mauer, an denen die Communarden erschossen worden sind. Hier über habe ich schon vor ein paar Tagen berichtet.
Ohne Plan war das Suchen nach prominenten Gräbern gar nicht so einfach. Wir versuchten uns an der Menge der um eine Grabstätte stehendn Menschen und der Fülle niedergelegter Blumen zu orientieren.
Das am meisten mit Blumen geschmückte und von einer Menschentraube umstellte Grab gehörte einem uns völlig unbekannten Franzosen - wie uns Google dann später zu Hause verriet dem “Erfinder” des Spiritismus.
Das Grab von Balsac erkannte ich nur an seiner Büste. Keiner war hier und niemand hatte ihm Blumen gebracht.
Dann: das Grab von Yves Montant. Hier gab es Blumen und nicht nur das: Auf dem Nachbargrab räkelte sich ein schwarzes Kätzchen, dass sich hier offensichtlich wohlfühlte und das sich auch von den entzückten Touristen nicht stören ließ.
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22.9.2008 von Mrs. Tapir.
Das Gewimmel und der Trubel in Paris’ Tourismus-Meilen war nicht länger als ein paar Stunden auszuhalten. Immer wieder zog es mich in ruhige, beschauliche Ecken. Außer dem Jardin du Luxembourg waren wir in einer ganzen Reihe von Pariser Parks:
Im Parc du Monceau, einem kleineren Par, in dem wir ausschließlich Franzosen trafen, die hier joggten, Zeitung lasen, Familien, die ihren Nachwuchs hinter sich herzogen, Leute, in Gespräche vertieft, Paare aber auch Menschen, die ganz alleine auf Bänken saßen und vermutlich ihren Feierabend genossen haben.
Wir fuhren zum Park Buttes Chaumont, im Nordosten von Paris, ein alter Steinbruch, der in einen Park mit See, Felsschluchten und Hügelreihen verwandelt worden ist und der mit wunderbaren Blumenbeeten bestach.
Natürlich waren wir auch Jardin des Tuileries, wo wir einige Zeit den Holzschiffchen auf dem Teich zusahen, die mit ihren bunten Segeln über die Wasserfläche zum anderen Ufer trieben, wo schon ein kleiner Junge oder ein Mädchen - mit einem Stock “bewaffnet” - ungeduldig wartete, um es erneut auf Fahrt ins große Wasser los zu schicken.
Wunderbar war der kleine Park auf der Spitze der Ile de la Seine. Hier versteckt sich ist ein kleines Paradies für Liebespaare und Menschen, die mitten in Paris ihre Ruhe haben wollen.
Der ungewöhnlichste Park war ein 2 Kilometer langer Streifen, der oben auf einer alten Bahntrasse angelegt war. Hoch über der Straße läuft man durch Rosenbeete, gepflegte Anlagen und Rasenstreifen. Überall laden Bänke ein. Mancher hat hier hin seinen Heimweg von der Arbeit gelegt, andere sitzen mit vollen Taschen nach einem Einkauf zum Verschnaufen im Park . Vom Lärm der Straße bekommt man nichts mit.
Und dann war da noch der kleine mittelalterlich Garten de Cluny, unmittelbar an dem belebten Boulevard des Saint- Germain. Nur ein paar Meter weiter, wie weggezaubert aus der hektischen Welt, saßen wir da, lasen und lauschten dem Wasser der kleinen Brunnen und den Gesprächen der anderen Gartenbesucher.
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20.9.2008 von Mrs. Tapir.
Den Jardin du Luxembourg kannte ich schon von meiner Primaner-Reise vor 40 Jahren. Besonders beeindruckt hatte mich damals ein kleines Karussell, eben das, welches Rilke in seinem berühmten Gedicht beschreiben hat.
Das Karussell
Jardin du Luxembourg
Mit einem Dach und seinem Schatten dreht
sich eine kleine Weile der Bestand
von bunten Pferden, alle aus dem Land,
das lange zögert, eh es untergeht.
Zwar manche sind an Wagen angespannt,
doch alle haben Mut in ihren Mienen;
ein böser roter Löwe geht mit ihnen
und dann und wann ein weißer Elefant.Sogar ein Hirsch ist da, ganz wie im Wald,
nur dass er einen Sattel trägt und drüber
ein kleines blaues Mädchen aufgeschnallt.Und auf dem Löwen reitet weiß ein Junge
und hält sich mit der kleinen heißen Hand
dieweil der Löwe Zähne zeigt und Zunge.Und dann und wann ein weißer Elefant.
Und auf den Pferden kommen sie vorüber,
auch Mädchen, helle, diesem Pferdesprunge
fast schon entwachsen; mitten in dem Schwunge
schauen sie auf, irgendwohin, herüber -Und dann und wann ein weißer Elefant.
Ansonsten war dieser Park genau so, wie ich ihn in Erinnerung hatte: lichtdurchflutet, ganz im französischen Stil, voller Menschen, die plaudern, sich erholen, ausruhen wollen.
Mein Karussell aber war nicht mehr zu finden.
Aber als wir kurz darauf am Eifelturm spazieren gingen, war es auf einmal da:
Also doch: Und dann und wann ein weißer Elefant …nur war diesmal der Elefant blau.
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18.9.2008 von Mrs. Tapir.
Immer wieder sehen wir die Stadt von oben:
am Horizont die Wahrzeichen der Stadt, die wir fleißig suchen und benennen und davor eine Flut von Straßen, ein Meer von Häusern und Dächern ….
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16.9.2008 von Mrs. Tapir.
Natürlich waren wir auch brave Touristen und Parisbesucher.
Für den Louvre freilich hat meine Kraft nicht mehr gereicht. Nach dem Musée d’Orsay und einigen anderen kleineren Museen sah ich mich nicht mehr in der Lage zu dieser Herausforderung. Möge Mona weiter lächeln. Beim nächsten Mal!
die alte, geliebte Notre Dame,
für mich immer schon die schönste gotische Kirche …
ein typisches Pariser Haus mit “Pariser Zimmer”,
das Musée d’Orsay,
- eine beeindruckende Architektur!
das Lafayette,
- die tolle Bluse für 280 Euro habe ich mir verkniffen, und bereue es noch immer,
das Centre Pompidou,
Centre Les Halles,
Eifelturm,
Montmarte,
Friedhof Père-Lachaise,
Über die letzten beiden Höhepunkte berichte ich noch ausführlicher.
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16.9.2008 von Mrs. Tapir.
Das Stadtviertel, in dem die Arche steht, heißt “La Défense” nach einem Denkmal, dass dem deutsch-französischen Krieg 1870 gewidmet ist. Im Museum des Invalidendomes zeigt sich eine erstaunliche Freude am eigenen Militär, seinen Siegen und seinem Glanz.Offenbar erinnern sich die Franzosen besonders gerne an alle Schlachten ihrer Armee, die siegreich waren oder so gesehen werden. Der Arc du Triumph ist voll davon - leider konnten wir Jena nicht finden, weil die Fahne uns den Blick versperrt. Viele Metro Stationen heißen nach berühmten Kriegsschauplätzen. Es gibt z.B. auch ein “Stalingrad”. Befremdet hat uns die Metrostation mit dem schönen deutschen Namen “Oberkampf”. Dieses Wort hat sich uns nicht erklärt.
(Trotzdem fiel uns auf, dass wir in Paris überhaupt keine Situationen erlebt und Beobachtungen gemacht haben, in denen sich Menschen aggressiv oder bedrohend verhielten. In den Vorstädten würde das vermutlich ganz anders sein. Hier aber wirkte alles lebendig und integriert, kommunikativ und bunt.)
Der französischen Revolution wird ab und an gedacht. Z.B. finden sich an den Wänden der Metrostation am Place de la Bastille große Wandbilder mit Straßenszenen, die den Sturm auf die Bastille zeigen.
Aber an die Pariser Commune erinnert so gut wie nichts im Straßenbild der Stadt. Im Musée D’Orsay haben wir ein Gemälde gefunden, dass die getöteten Communarden zeigt.
Und auf dem Friedhof Père Lachaise ist in die Mauer, an der damals die Communarden erschossen wurden, eine Tafel eingelassen. Die Mauer befindet sich im hinteren Teil des Friedhofes, wo auch bekannte Kommunisten begraben sind und spanische Widerstandskämpfer.
Und es gibt an dieser Stelle des Friedhofes eine ganze Reihe Gedenkgrabstätten für die Opfer deutscher KZs, für jedes KZ ein eigenes. Die Bronzegruppe auf der Grabstätte des KZs Buchenwald hat mir gut gefallen, besser als die in Weimar.
In diesem Teil des Friedhofes waren relativ viele Besucher und es lagen Blumen auf den Gräbern, auch an der Mauer der Communarden.
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14.9.2008 von Mrs. Tapir.
Auf dem schmalsten Bürgersteigen stehen eng an die Hausfront geschmiegt Tischchen und Stühle. Sitzen kann man überall in Pariser Cafés, kein Plätzchen ist zu klein.
Wir bevorzugen es, hier draußen zu sitzen und dem Treiben um uns herum zuzusehen:
Menschen, die wie wir in Cafés herumsitzen,
Paare,
Kellner,
Kinder, die sich mit ihren Eltern langweilen,
Straßenszenen, Passanten,
Familien, die mit ihren Sprösslingen die Straße queren, junge Paare, alte Paare (meist Touristen), Geschäftsleute, Afrikaner in langen Mänteln mit leuchtenden Farben, schicke Pariser Frauen,
brave, neugierige Touristen, Leute, die Waren entladen, Afrikanerinnen mit feurig bunten Gewändern,
eilige Passanten, die nach Hause wollen, Müßiggänger….
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12.9.2008 von Mrs. Tapir.
Nach den ersten Tagen im nicht abreißenden Strom der Touristen suchten wir den Canal Saint Martin auf, der gebaut wurde, um die Seine mit der Seine zu verbinden und damit der Schifffahrt die Durchfahrt durch eine lange Mäanderschleife zu ersparen.
Heute mündet er im Norden in das Bassin und im Süden verschwindet er plötzlich unter der Erde, erreicht so die Seine. Die großen Schiffe sind hier nicht zu finden. Der Kanal verfügt über ein Dutzend Wehre, wo man in aller Ruhe die Arbeit des Wehr-Mannes beobachten kann, zusehen kann, wie das Wasser gestaut und dann plötzlich befreit wird, wie kleinere Ausflugsschiffe voller einheimischer Ausflügler oben auf den Decks warten, bis das Wehr geöffnet ist und sie weiterfahren können.
Der Kanal fließt durch ein belebtes, aber gleichzeitig friedliches, fast beschauliches Wohnviertel. Von hohen Bäumen umsäumt, rechts und links von Straßenverkehr begleitet, bietet er dem Spaziergänger ruhige, manchmal melancholische, manchmal fröhliche Perspektiven.
An den Straßen laden kleine Cafés ein. Hier spricht niemand etwas anderes als Französisch.
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