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September 2010
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stell dir vor, es gäbe Krieg, und keiner ginge hin…

Heute muss man träumen: ‘Stell dir vor, es gibt eine Demo gegen den Afghanistankrieg und alle kommen….’

3 Tausend sollen es gestern in Berlin gewesen sein. Auf dem August Bebel Platz wäre Platz für die 10fache Menge Menschen gewesen….

leerer-platz-klein-2.jpgda hätten noch massenhaft Demonstranten Platz gehabt…

Mit der großen Menschenkette eine Woche früher in Dresden gegen die Nazis ist das alleine nicht zu erklären. Es ist anders: Keiner interessiert sich dafür, keiner hält es für seine Sache.

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Am Rande der Demo: Berlin kehrt den Winter raus und kümmert sich einen Dreck für den Krieg in Afghanistan

Überall kann man es hören, sogar in unserem Radio: der militärische Einsatz behindert die  humanitären Hilfseinsätze in Afghanistan. Aber das kümmert die offizielle Politik der USA und auch unserer schwarz-gelb gestreiften Regierung samt SPD und Grüne nicht im Geringsten. 40% der von westlichen Soldaten ausgebildeten afghanischen Soldaten desertieren. Na so was? Wollen die vielleicht gar nicht, was der Westen für sie vorgesehen hat? Die Informationen über Afganistan waren umwerfend, allein wegen des Geldes, das im Spiel ist. Der Krieg kostet soviel, dass von diesem Geld locker die Gesundheitsreform in den USA bezahlt werden könnte, dazu die Slums der Welt zu anständigen Wohnorten umgebaut werden könnten,  von einer Verbesserung der deutschen Bildungslandschaft und einer Sicherung der Mindestlöhne und einer Steigerung der Sozialhilfesätze im Sinne des Bundesverfassungsgerichtes ganz zu schweigen.
Aber die Kassen sind bekanntlich leer. Die Soziale Arbeit kämpft um jeden Cent, das Sozialsystem, auch im heutigen maroden Zustand, gilt als unbezahlbar. Ei, wo ist das ganze Geld denn hin? Alles in die Schweiz abgewandert, der Rest verzockt auf höchster Ebene der Finanzwelt? Nein, es ist noch immer viel Geld da, aber es wurde einfach mal anders verteilt. Der Bundeswehrhaushalt ist größer als je zuvor, viel größer, als zu Zeiten des kalten Krieges.

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Studentin aus Berlin zog Verbindungen zwischen dem Bildungsstreik und dem Krieg in Afghanistan

Aber es scheint niemanden weiter aufzuregen. So wie es eben in der Sozialen Arbeit auch niemanden weiter aufzuregen scheint, wenn wir auf einmal Menschen an den Rand drängen sollen, wenn wir nur noch für die Zeit und Geld bekommen, die sich lohnen? Ein merkwürdiger Fatalismus hat sich in diesem Land ausgebreitet. “So ist es eben. Man kann doch nichts machen ….”

Der letzte Redner auf dem Bebelplatz, Herr Dr. Drewermann
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deutliche Worte kamen von Dr. Drewermann

zitierte Wolfgang Borcherts Appell gegen den Krieg, den er 1946 - tot krank -  unter dem Eindruck des zerstörten Deutschland und der Verbrechen und des Elends des 2. Weltkrieges geschrieben hat:
“Du. Mann an der Maschine und Mann in der Werkstatt. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst kleine Wasserrohre und keine Kochtöpfe mehr machen - sondern Stahlhelme und Maschinengewehre, dann gibt es nur eins: Sag  NEIN!! ” ….

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Borchert zählt hier alle möglichen Berufe und gesellschaftliche Stellungen auf. Alle beschwört er, nein zu sagen. Hinzufügen sollte man auch:
“Sozialarbeitende, wenn es heißt, erzieht die Menschen zu solchen, die, allein gelassen, für sich selber verantwortlich sind und zu solchen, die nicht mehr danach fragen (dürfen und können), woher die Probleme kommen, unter denen sie zu leiden haben und zu solchen, die bereit sind, die  Interessen der sie am Leben erhaltenden Wirtschaft und der Mächtigen dieser Gesellschaft am Hindukusch zu verteidigen, sagt nein!”

Gedanken zum Bildungsstreik

Mit großem Vergnügen verfolge ich den aktuellen Bildungsstreik und stelle fest, dass die Studentenschaft doch nicht so bewegungs-, kritik- und einfallslos ist, wie es in den vergangenen Jahren oft erschien.
Gleichzeitig sehe ich derzeit die große Gefahr, dass der Protest dazu genutzt werden könnte, die neoliberalen Ziele von Bologna nun endlich erst richtig durchzusetzen.

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Seit dem Einstieg in den Bologna-Prozess, d.h. seitdem studiert werden muss im Kontext der neuen, den Bedürfnissen nach Schaffung von mehr, schnell sowie kostengünstig ausgebildetem Humankapitel an unseren Hochschulen, ist der Druck für die Studierenden immer unerträglicher geworden. Verschulung und Reglementierung, Eingespanntsein in ein enges, genau vorgeschriebenes Prozedere von Leistungserbringung und ständigem Zeitdruck macht das Studieren immer schwieriger und oft einfach unmöglich. Die Regelstudienzeiten sind kaum erreichbar,  die Studierenden leiden unter einer unübersichtlichen Fülle an Stoff,  dessen Kenntnis  von ihnen in kleinschrittigen Prüfungen permanent abverlangt wird. Keiner hat mehr Zeit für Seminare, die interessieren, die aber gerade nicht im Plan stehen. Keiner hat mehr Zeit für Projekte und dafür, sich mit Themen eingehend und diskursiv zu befassen. Es wird studiert von der Hand in den Mund, ausschließlich zur Reproduktion für den Schein. Man studiert nur noch, damit man seine Creditpoints abhaken kann usw.
Für viele fehlt nun außerdem die erforderliche Zeit dafür, ihren Unterhalt durch Arbeit zu verdienen. Das Bachelorstudium geht von einem wöchentlichen Zeitaufwand von ca. 60 Stunden aus. Wer kann das? Wie soll das jemand schaffen, der sich seine Brötchen verdienen muss?

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Und wozu das Ganze? Weil eine europäische Vergleichbarkeit und Mobilität für die Studierenden  angestrebt wird? Fakt ist, dass die Auslandsstudienzeiten zurückgegangen sind und die Studienabbrüche deutlich zugenommen haben.

Education is NOT for $AF€ ” ist ein Motto der Studierenden. Sie scheinen allmählich zu begreifen, dass hinter den Hochschulreformen etwas anderes steckt als der Wunsch, mehr Vergleichbarkeit und mehr Internationalität herzustellen. Hier geht es um das alte Lied “billiger aber besser”, “mehr, aber bitte bei gleich bleibenden Kosten”. Es geht darum , soviel Wissen zu generieren, wie unsere Wirtschaft sie verlangt, aber keine überflüssigen Theorien zu thematisieren und schon nicht, kritische und selbständig denkenden Köpfe auszubilden!

Wenn nun den streikenden Studierenden von Seiten der Politik und der Kultusministerkonferenz Zustimmung und Sympathie erklärt wird, so sollten sie genau hinhören:
Seit Tagen höre ich von der politischen Seite den Vorwurf an die Hochschulen, zu der Misere selber beigetragen zu haben, indem sie die Bachelor-Studiengänge mit dem gesamten Inhalt der ehemaligen Diplom-Studiengänge überfrachtet hätten. Und tatsächlich, so ist der Reformprozess verlaufen: Die Hochschulen haben versucht, ihren guten alten Wein in die neuen Schläuche reinzupressen, damit ihr Fach, ihre Wissenschaft nicht in einer verkürzten  Billigvariante gelehrt werden muss. Das hat - genau so auch bei uns - zu einer hoffnungslosen Überfrachtung des Studiums und zu einer Überforderung der Studierenden geführt. Die Hochschulen, die ja klaglos und brav den angeordneten, oder besser verordneten, Reformprozess à la Bologna in die Praxis umgesetzt haben, waren alle bereit, an das vorgepredigte Effizienzcredo  der neoliberalen Gesellschaft “kürzer aber dennoch gut” zu glauben.
Jetzt kriegen sie dafür eins auf die Finger. Sie haben offenbar nicht kapiert, worum es bei Bologna geht: Wir, d. h. diese Gesellschaft braucht viele und mehr AkademikerInnen, aber es reicht völlig aus, wenn diese auf einem reinen Wissensniveau ausgebildet werden. Menschen, die denken können, die die Grundlagen ihres Handelns und die gesellschaftlichen Bedingungen ihres Handelns kritisch hinterfragen können, sind eher unerwünscht und in größerem Umfang einfach überflüssig. Studierte Menschen sollen  einen  Beruf ausüben können, der qualifizierte Kenntnisse erfordert,  und nicht daran herumdeuteln, ob das, was die Gesellschaft ihnen in diesem Beruf abverlangt, aus ihrer Sicht auch fachlich korrekt sowie ethisch vertretbar ist. Hochschulbildung für jedermann  soll und muss nichts mehr zu tun haben mit Denken, Bildung, Kritik und Selbständigkeit in der Anwendung von wissenschaftlichen Ergebnissen. Eliten soll es natürlich geben. Aber dafür ist nicht jeder geeignet und nicht jeder hat die Knete dafür.eur-studiengebuehren_c_meyhome_pixelio_small.jpg

Wenn wir nicht aufpassen wird der gegenwärtige Studentenprotest auf perfide Weise instrumentalisiert: Wenn die Studenten sich über Überfrachtung, Unstudierbarkeit und Zeitnot beklagen, so kommt das den herrschenden Bildungsvorstellungen vieler Politiker sehr entgegen. Der Protest könnte ihnen den Vorwand bieten, die eigentliche Zielsetzung des Bachelors endlich durchzusetzen nach dem Motto: “Die Entschlackung der Bachelorstudiengänge ist angebracht. Die Studierenden sollen entlastet werden, damit sie wieder studieren können”.
Und was könnte das Fazit sein: Die Billigausgabe der Diplom-Studiengänge wird nun doch durchgesetzt, gegen die Absichten und Hoffnungen der Hochschulen und vielleicht mit dem erschöpften Segen der gebeutelten Studenten.

Entscheidend ist, ob die grundsätzliche Kritik am (Hochschul)-Bildungssystem  sich in der Studentenschaft verankert: Bildung ist mehr als die Abrichtung für die Märkte eines Exportweltmeisters. Bildung ist ein Menschenrecht und die Voraussetzung für eine aufgeklärte, demokratische und selbstkritische Gesellschaft.

Studentenversammlung zu Bachalor-Zeiten

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Eben komme ich von einer “Trauerfeier” auf dem Campus unserer Hochschule: Der bisherige StuRa hatte alle 5000 StudentInnen aufgerufen, mit Ihnen gemeinsam den StuRa zu Grabe zu tragen. Es haben sie für die anstehende Wahl nicht mehr genügend Kandidaten gefunden, die bereit gewesen wären, die Arbeit fortzusetzen. Nun muss die Arbeit eingestellt werden. Die Fachschaftsräte sterben gleich mit. Eine Wiederbelebung ist nicht ausgeschlossen. Aber auch nicht so ohne Weiteres möglich.
Die Hochschulleitung hatte verlauten lassen, dass sie es sehr bedauern würden wenn nur 10 Hanseln kommen sollten , denn dafür hätte sich dann die ganze Mühe doch nicht gelohnt.
Dieses Vorschussmitleid war überflüssig. Es kamen einige Hundert StudentInnen, bei strahlendem Wetter, aber immerhin. Und nach der guten Rede der StuRa-Vorsitzenden gab es auch wirklich eine angeregte Fragerunde zum Thema.
Wer nicht kam, war die Hochschulleitung. Sie waren nicht explizit (ein)geladen worden, aber auch an ihren Türen hatte überall das große, beeindruckende schwarze Plakat mit der Todesanzeige gehangen.
Die Fragen der StudentInnen an den scheidenden StuRa drehten sich vor allem um eins: “Wie soll ich neben meinem vollgepackten Bachalor-Studium eine solche Arbeit bewältigen??”  Und es tauchten die unglaublichsten Vorschläge und Ideen auf, wie angesichts der angespannten Zeitschine eine solche ehrenamtliche Arbeit irgendwie vergütet, aufgewogen, belohnt, entschädigt werden könnte: von der Möglichkeit, dafür einen Schein zu bekommen oder als StuRa-Mitglied nicht nur 3 sondern 4 Möglichkeiten zur Prüfungswiederholung zu haben, über die Idee, StuRa-Mitgliedern wie Studierenden mit Kindern ein Teilzeitstudium zu ermöglichen bis hin zu der Idee: “Wenn wir alle keine Zeit mehr haben, können wir uns nicht jemanden kaufen, der dafür unsere Interessen vertritt?”
Für eine Alt68erin war das alles ganz schön harter Tobak. Aber die Bedingungen sind wirklich völlig anders als zu jenen Zeiten Was deutlich wurde: Das Studium und auch das ganze gegenwärtige und zukünftige Leben unserer Studierenden sind so gestrickt, dass einfach keine Zeit bleibt, keine Zeit, um sich um seine und die Interessen aller zu kümmern, keine Zeit, um die Gelegenheit zu nutzen, sich in demokratischen Gremien zu erproblem und dort Erfahrungen zu sammeln, keine Zeit, um mit anderen zusammen kulturelle oder auch politische Veranstaltungen und Angebote zu organisieren.  Alle sind sie -  genau so, wie unsere feine Gesellschaft sich das neoliberaler Weise so vorstellt -  auf einen Zug aufgesprungen oder laufen gerade noch hinter ihm her, der ihnen droht zu entwischen. Alle haben es furchtbar eilig und wollen so schnell wie möglich so weit wie möglich nach vorne und nach oben kommen.

Es gibt an unserer Hochschule kaum so etwas wie Studentenleben, keine Räume, wo Studierende sich treffen können, keine Kommunikationsmöglichkeiten innerhalb der Fachbereiche oder gar Fachbereich  übergreifend. Dass es überhaupt möglich ist, dass sich 400, 500 Studierende tatsächlich aus solch einem Anlass gemeinsam auf dem Campus versammeln, hat schon verwundert. Da war sogar eine kleine halbe Stunde, in der man für einen winzigen Moment davon träumen konnte, dass es noch einmal soetwas wie Studierende geben könnte, die sich gemeinsam für ihre politischen Interessen einsetzen. Da gab es sogar wirklich ein paar Minuten, wo die kollektive Erkenntnis in der Luft lag, dass es grundsätzlich an der Studierbarkeit in unserer Hochschule fehlt. Von 40% Studienabbrechern bei uns in Sachen Bachelor war die Rede. An dieser Stelle der Verantstaltung hätte vielleicht sogar die Forderung nach einer Studentenvollversammlung gezündet, einer Vollversammlung mit Einladung an die Hochschulleitung und mit dem Hauptthema: “Können wir hier eigentlich noch “studentenwürdig” studieren?” Und wenn nein, was muss sich ändern? Wer kann was dafür tun? Was die Hochschulleitung? Was die Studierenden? ” Aber diese Forderung blieb ungestellt.
Eine kleiner Trupp von Insidern begleitete danach den StuRa-Sarg in die Stadt, der Rest blieb achselzuckend zurück. Was soll man tun. Keine Zeit. Keine Zeit.
Sie haben nicht einmal mehr die Zeit, sich darum zu kümmern , warum sie eigentlich keine Zeit haben.

Bachelor gescheitert

 

In der FAZ, der man nun wirklich nicht gerade Anti-Neoliberalismus vorwerfen kann, stand am 9.  September ein Artikel mit dem Titel “Bologna-Prozess gescheitert”, auf den ich erst jetzt gestoßen bin.
Es wird berichtet, dass der Deutsche Hochschulverband zu dem Ergebnis gekommen ist, dass die Ziele, die mit der Einführung der Bachelor- und Master-Studiengänge angestrebt wurden, nicht nur nicht erreicht worden sind, sondern dass die “Reform” genau das Gegenteil bewirkt hat!
z.B.

  • Die erwünschte größere Mobilität der Studierenden wurde nicht erreicht, im Gegenteil . Der angestrebte “europäische Hochschulraum” wurde verfehlt.
  • Die Zahl der Studienabbrecher hat sich nicht verringert, sondern erhöht. 22% der Universitätsstudenten und 22% der Fachhochschulstudenten brechen inzwischen ihr Studium vorzeitig ab.
  • Da inzwischen an den Universitäten nur maximal nur 30% den Masterabschluss machen, der dem alten Diplomabschluss entspricht, bleibt die wissenschaftliche Ausbildung auf der Strecke. Hochschulen und Arbeitgeber erwarten den bewährten Ausbildungsgrad. Es müssten nicht 30 sondern bis zu 80% den Master machen. Bafög wird aber z.B. nur bis zum Bachelor bezahlt.

Der Hochschulverband fordert den Stop des Reformprozesses, soweit er noch zu stoppen ist.

Die Punkte oben lassen sich noch ergänzen:

  • Die neuen Hochschulabschlüsse pressen Studieninhalte in engere Zeitrahmen und verlangen gleichzeitig ein hohes Maß an Eigenstudium, sodass für die Studenten eine 40 bis 60 Stunden Woche dabei heraus kommt. Ein Großteil der heutigen Studenten muss aber Geld verdienen, um überleben zu können.
    Das heißt also für alle, die nicht hinreichend von ihren Eltern unterstützt werden oder wenigstens Bafög bekommen: entweder hoch verschulden oder nicht studieren.
  • Studieren und Geld verdienen läßt sich nicht mehr vereinbaren. Studieren ist immer weniger Bildungsprozess als Stress und kurzfristige Paukerei von Wissen, das in ständigen Prüfungsverfahren abgefragt und dann vom Studenten innerlich abgelegt wird.
  • Die zeitliche und notgedrungen auch inhaltliche Verkürzung des Bachelor-Studiums führt zur Zeit offenbar 80% der Universitätsstudenten zu einer enormen Qualifikationssenkung und einer Entwissenschaftlichung der Hochschulausbildung. Das gilt extrem für die Fachhochschulen:  95% unserer Fachhochschulstudenten (Fachbereich Sozialwesen) machen nur den Bachelor. Das bedeutet i.d.R. 1 Jahr weniger Studium für den normalen Sozialarbeiter.
  • Dies geschieht offenbar nach dem Motto: Sozialarbeiter sollen nicht denken und fragen, warum und wie sie etwas tun. Sie sollen das tun, was in den Qualitätshandbüchern der jeweiligen Träger drin steht: effiziente Arbeit durch effiziente - und bequeme - Ausgebildete.

Zu der Zeit, als ich am  17.10.2006    hier im Blog von der Umsetzung des Bologna-Prozess in unserem Fachbereich berichtete, galt man als Ewiggestriger und Reformunfreudiger, wenn man die neue “Studienreform” auch nur kritisch sah. Auf den Vorzügen des alten Diploms zu bestehen galt als unerwünscht, beinah als Kapitalverbrechen.

Aber “menschliche Irrtümer” der Politik und der Wirtschaft scheinen ja zur Zeit in Mode zu kommen. Und keiner schlägt sich an die Brust und geht in sich. Sondern das Geld der Steuerzahler wird hergenommen, um die durch Fehlplanung, ungeprüfte Schnellschüsse und Gier nach  großen Einsparungen oder großen Profiten entstandenen Folgeschäden, aufzufangen.

Schöne neue Welt - Unter dem Strich - VI.

 

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m.s. Wien

 

An die Nachgeborenen
Dies ist keine Welt,
die wir euch mit Stolz hinterlassen.
Dies ist das Reich des Wolfes im globalen Pelz.
An seinem Hof herrscht der allmächtige
Spaß, und das Gerappel der Kassen
füllt die Hirne und Herzen.
Wir haben versucht, unsere Welt zu verändern.
Darüber sind wir alt geworden.
Diese hier wollten wir verhindern.
Es ist uns nicht gelungen.

 

Heute gehe ich angewidert und tatenlos
ein und aus in der plastikknisternden Welt
des Wolfes. Hofnärrin und müde.
Das Leiden der Menschen sehe ich
auf dem Bildschirm und manchmal
an den Straßenecken. Noch immer
schlägt dann mein Herz die Hände
vors Gesicht und weint. Ihr aber
schreitet achselzuckend mitten durch.
Das macht mich traurig.

Mechthild Seithe

 

 

 

 

 

Wir wollten eine andere Welt, als wir 68 wach wurden und die Augen aufrissen.
Unsere Kämpfe und Bemühungen haben eine Epoche eingeleitet, die sich mit ein paar Jahrzehnten Verzögerung nun gegen uns und gegen die Menschheit richtete:
Der Markt, immer erkannt als der Feind wirklicher Menschlichkeit, aber wie es uns schien, gezähmt durch die Absicherungen und Eindämmungen des Sozialstaates, den wir glaubten mit gestaltet zu haben, dieser Markt übernahm vor etwa 15 Jahren im vollen Umfang die Weltherrschaft.
Als das große Experiment der Menschheit im 20. Jahrhundert, der Versuch einen anderen Weg für die Welt zu wählen als die Allmacht des Marktes, einen Weg, der versuchte, Gerechtigkeit und Menschlichkeit umzusetzen und die Klasse der Besitzenden abzuschaffen, damit alle besser leben könnten, als dieser Versuch einer sozialistischen Gesellschaft kläglich und bitter scheiterte, konnte der Markt endlich frei durchatmen und seine Fesseln sprengen.
Seit dem scheint er nicht mehr zu halten: Alles was Profit bringt, ist in Ordnung, ist notwendig. Egal, was mit den betroffen Menschen passiert, egal was mit den Produkten angerichtet wird, egal, wen es trifft, egal wohin es führt. Selbst die wenigen Versuche, der gegenwärtigen Gesellschaft, die verheerenden Perspektiven der von Menschen eingeleiteten Umweltkatastrophen einzudämmen, führen unter der Regie des Marktes zu noch größeren Katastrophen: U.a. weil die Amerikaner jetzt Biosprit fahren wollen, um die Umwelt zu schonen, bricht in vielen Teilen dieser Erde eine neue Hungerkatastrophe aus.


Man versucht es uns weiszumachen - aber nein, wir leben nicht in einer globalen, einheitlichen Menschheit: sie ist geteilt in arm und reich und sie ist aufgeteilt in die erste Welt, die zu jedem Preis die erste bleiben will, die neuen Industrieländer, die ihrerseits die ersten werden wollen und angesichts ihrer Produktivität und ihrer Menschenmassen es wohl auch schaffen werden und in die dritte Welt, die für all das zahlen soll. Und diese Fronten und Interessengegensätze werden mit Kriegen ausgetragen: Mit Waffen und mit Lebensmittelpreisen, mit Guantanamo und mit der Jagd nach Andersdenkenden.
Und niemand hier in unserem lieben, befriedeten Deutschland nimmt davon Kenntnis. Der Quark wird teuer. Ärgerlich für die Hartz IV Empfängerin, ärgerlich auch für mich. Aber warum sollten gute Nahrungsmittel billig sein? Dass in Südamerika und Taiti die Menschen vor Hunger anfangen, die Läden zu plündern, kommt vielleicht als aufreizendes Foto mal am Rande in der Tagesschau. Aber wen juckt das?
Wenn heute in Deutschland die Arbeit weggenommen wird, freuen sich die Menschen in einem anderen Land, dass dort Arbeitsplätze geschaffen werden. Wenn heute hier die Arbeit weggeht, kann man mitgehen und dann eben in China leben. Alles scheint denkbar. Die Risikogesellschaft macht fast alles möglich. Es gibt kaum noch Grenzen, weder real noch finanzielle noch moralische.
Die Jungen krempeln die Ärmel auf und versuchen in diesem breiten, reißenden Strom zu schwimmen. Viele erreichen irgendwo ein fruchtbares Ufer. Andere werden untergehen.

 

Armut in Deutschland


Mit dem Kapitalismus der 70er und 80er Jahre lebte ich nicht gerade ausgesöhnt aber doch so, dass ich meine Freiheit genießen, mein anders Denken bewahren und dabei gut leben konnte.
Die heutige Welt aber macht mir Angst. Ich fürchte, meine Kinder werden in einer toten, formalistischen, in einer entmenschten Welt leben und sich in einer von brutalen Angriffskriegen geprägten Zeit
über Wasser halten müssen, in der die westliche Welt ihre Überlebenskämpfe ausführt.

Und ich habe Angst, dass sie und all die anderen das gar nicht merken, weil sie es nicht anders kennen und keine Alternative wissen. Und auch keine träumen.
Der Markt ist inzwischen in allem gegenwärtig und gilt als Motor, als Seele jeder Entwicklung.
Der entfesselte Kapitalismus kam von Anfang an daher wie eine Naturgewalt: nationale Grenzen schwanden, die Globalisierung stand ins Haus und die technischen Erfindungen unserer Zeit, die Zeit- und Raum überwindende Technik des Internets, die Computer, die Logistik, die Länder und Kontinente zusammenschrumpfen ließ und schließlich die Gentechnologie ließen sich weder bremsen noch kontrollieren. Sie waren da. Und wie am Beginn der Menschheit die Beherrschung des Feuers alles auf den Kopf gestellt haben dürfte, was bis dahin gegolten hatte, so ist es auch heute. Nichts ist wie vorher. Nichts scheint mehr zu gelten. Bewährte Sicherheiten und moralische Festungen lösen sich auf. Wer sagt, dass die Welt gerecht sein sollte? Wer sagt, dass alle Menschen einen Anspruch haben, in Würde zu leben? Die Ungleichheit zwischen den Menschen ist der Motor für den Fortschritt der Menschheit, sagen statt dessen die Diener und Dienerinnen des Marktes.

Die alte Welt, allen voran die USA versucht längst – nachhaltig – ihre Vormachtstellung und ihren Reichtum in dieser Welt zu sichern, indem sie sich die Zugänge für Rohstoffe unter den Nagel reißt. Wenn es sein muss, durch Krieg, durch Betrug, durch die Unterstützung von Kräften, die die Menschen unterdrücken und auspressen. Und all das wird moralisch verkauft als Kampf gegen den angeblich so teuflischen Terrorismus, als menschliche Geste und Verantwortung dafür, dass die Welt demokratisch, friedlich gestaltet wird. Tatsächlich ist es der Versuch, die Welt so hinzukriegen, wie sie am besten in die eigene Vorstellung passt.

Wenn Sie ehrlich wären würden Sie Klartext reden: “Würdest du nicht auch kämpfen, wenn am Horizont ärgerliche, hungrige, verzweifelte Leute auftauchen, die dir deinen Hof und dein Gut streitig machen könnten? Würdest du nicht auch versuchen, den anderen ihre Schätze wegzunehmen, wenn du keine mehr hast, mit denen du dein bisheriges Leben weiterfinanzieren kannst. Jeder ist sich selber der Nächste. So war es immer. Alles andere ist Geschwätz.“

Fast wäre mir eine Welt lieber, in der die Motive für das so offen ausgesprochen würde. Statt dessen wird die westliche Welt hingestellt als Hort der Menschenwürde, die es überall zu verteidigen gilt: am Hindukusch, in China, im Iran, …..

So wurden alle Kriege begründet seit Menschengedenken. So outet sich der Mensch als Tier, dass seine Teretorien verteidigt ohne Rücksicht auf Verluste. Nur würden Tiere dies nicht präventiv machen sondern erst, wenn sie sich wirklich bedroht fühlen. Aber wozu hat der Mensch seinen Verstand?

Aber würde sein Verstand es nicht auch hergeben, eine Welt zu schaffen, die anders, wie man so schön sagt “menschlich” funktioniert? Hatten wir nicht vor Jahrhunderten schon die Aufklärung? Hatten wir nicht schon genug Bewegungen, Philosophien, Gesellschaftstheorien, die weit über dieser Rudeltheorie standen, die der entfasselte Kapitalismus heute verbreitet - mit  weissgepuderten Pfoten und mit Kreide in der Kehle? Und der die Welt damit paralysiert wie King Kong hinter seiner Mauer das Eingeborenendorf?

Diese neue Welt ist mir fremd, bereitet mir Magenschmerzen, ödet und ekelt mich an.
Ich habe das Gefühl, dass am Ende meines Lebens alle unsere Hoffnungen und Ziele ihrer Erfüllung nicht näher gekommen, sondern ganz weit weggerückt sind.

Vielleicht liegt dieses Gefühl auch einfach nur daran, dass ich mich als “Alte” ausgeliefert fühle, nicht mehr viel machen kann, keinen Einfluss mehr habe, nur noch warne und aufkläre, aber nicht gehört werde.
Es ist um mich zu laut. Es ist nicht mehr meine Welt. Sie gehört den Jungen. Klar. Aber das kann ich durchaus akzeptieren.

Schlimm ist nur: was wir den Jungen da überlassen, ist ein trauriges und bedrohliches Kapitel der Menschengeschichte.

Es ist nicht so, dass alle die Kälte und gesichtslose Härte des entfesselten Kapitalismus bejubeln. Es zeigen sich Gegenreaktion, z.B. eine Welle der Entdeckung religiöser und esoterischer Lebenserfüllung. Es entstehen kleine, in sich geschlossene und brave, keineswegs  aufsässige oder gar revolutionäre Bewegungen, wenigsten im kleinen Raume Menschlichkeit zu verwirklichen.
Auch das konservative und zum Teil faschistische Gedankengut, was sich in unserer Gesellschaft wieder breit macht, die Akzeptanz und Duldung von Gewalt gegen Schwächere aller Arten, diese latente Akzeptanz in der Bevölkerung aber auch in der Politik und z.B. bei der Polizei, diese Gewalt und Kaltschnäuzigkeit scheinen mir  Zeichen dafür, dass die Menschen sehr wohl  reagieren auf diese neue Markt gesteuerte Kälte. Aber das Schlimme ist: Sie reagieren jenseits von Menschlichkeit und allen Errungenschaften der Aufklärung. Der Aufstand gegen die Kälte der turbokapitalistischen Gesellschaft kommt eher von rechts. Aber wir wissen es ja, der Markt konnte mit konservativen und speziell auch mit faschistischen Bewegungen schon immer viel anfangen.
Ich fühle mich umstellt.

Aber ich werde nicht wegsehen. Ich werde meine letzten Jahre auf dieser Welt nicht ohne Blick auf die Realität unserer Gesellschaft leben können. Schweigen wäre das Ende.

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Die 68er, eine Geschichte, die man den Enkeln erzählen kann? - Unterm Strich - IV.

Demonstration 1968 vor dem Münsteraner Schloss (Unihauptgebäude)

Als ich vor Jahren bei einer Internetplattform nach meinem neuen Lebenspartner suchte, habe ich von mir geschrieben, ich sei eine 68erin und hätte diese Zeit weder vergessen noch verdrängt. Dieser Hinweis war wichtig.

Es ist 40 Jahre her. Überall wird davon zur Zeit gesprochen. Die Medien ereifern sich. Die Alt68er werden begütigend belächelt, sie werden als die Generation beschimpft, die mit ihrer angeblichen Gewaltbereitschaft und ihrem antiautoritärem Gehabe die nächste Generation versaut habe und schuldig sei an allen Problemen, die die Gesellschaft heute hat. Die 68er Jahre werden mystifiziert und glorifiziert, sie werden verdächtigt, verurteilt, verzerrt und verleumdet.
Es kommt mir so vor, als würden sich heute die an uns rächen wollen, die damals unter dem allgemeinen Gruppenzwang, links, revolutionär, aufrührerisch zu sein, gelitten haben und sich mit ihren schlichten Wünschen nach einer konservativen, “heilen” und für sie unbeschwerten Welt damals um die nötige gesellschaftliche Anerkennung betrogen sahen.
Die heutige Wahrnehmung der 68er Generation in unseren Medien ärgert mich. Es steckt so viel Unwissen, soviel Unverstand aber auch so viel Hass darin.
Deshalb ist es für mich wichtig, etwas zu den 68ern zu sagen.

 


 

Es war natürlich die Zeit, in der ich jung war, in der mein Leben wirklich begann, in der ich anfingt, die Welt zu entdecken und mich und meine Kräfte dazu. Ein besonderes Zusammentreffen: mein erstes Studiensemester lag im Jahr 1968.
Benno Ohnesorge war erschossen worden. In Vietnam wurde noch immer gekämpft. Ich war 20 Jahre alt.
Was mir mit der 68er Bewegung da entgegen schlug, war für mich die ganz große Befreiung: alles stand auf dem Prüfstand, alles schrie danach, besser gemacht zu werden,  und wir trauten uns genau das zu. Wir ließen nicht nur unsere Kindheit und behütete Jugend hinter uns, sondern auch die Werte unserer Eltern, die Stimmung der Nachkriegszeit, die festgeschriebenen Regeln dazu, wie man zu leben, zu studieren, zu arbeiten und zu lieben hatte. Und dass man diesen Aufbruch als junge Frau genauso intensiv und genauso beteiligt aufgreifen konnte wie die männlichen Kommilitonen, machte die Freude und die Befreiung doppelt so groß!
Politisch war ich eher skeptisch und vorsichtig. Meine geistigen Ziehväter hatten Sartre, Camus, Borchert, Böll und Musil geheißen. Mich für eine Sache so eindeutig und emotional zu engagieren wie die linken MitstudentInnen, mit denen ich bei den Notstandskundgebungen zusammentraf, das wollte ich eigentlich nicht. Es war noch nicht lange her, dass ich mich in kleinen aber konsequenten Schritten aus einer erzreligiösen Katholikin in eine Existenzialistin verwandet hatte. Und ich war verdammt froh darüber.
Deshalb zögerte ich.
Aber allein in diesen Kreisen fand ich kluge, sympathische, lebendige Leute, die sich wie ich für Dichtung und Kunst interessierten, die nicht einfach nur schnell Karriere machen wollten, die wie ich vom Drang erfüllt waren, alles zu verändern und neu zu ordnen.
Als Christin hatte ich mich für Gerechtigkeit, Chancengleichheit, Frieden und Toleranz engagiert und war dabei unmerklich zu einer Linken geworden. Genau das aber hat es mir dann sehr leicht gemacht, von der katholischen Riege meinen Abschied zu nehmen. Mit Brecht fragte ich eines Tages “Brauche ich einen Gott?” und verneinte diese Frage verblüfft und war frei.
Mit dieser Vorprägung dockte ich nun an die 68er Bewegung an, fand dort zunehmend meine Heimat, meine Freunde, meine Weltanschauung.
Eine gewisse autoritäre, beinahe religiöse Ausstrahlung der damaligen linken Bewegung, die sich mit meinen Bedürfnissen als frisch geschlüpfte Atheistin eigentlich nicht gerade deckte, spürte ich mit Unbehagen aber nahm sie in Kauf.

In den 68ern war es in, alles zu hinterfragen, alles erst einmal auf den Kopf zu stellen, neue Werte zu entwickeln, sich den alten zu verweigern, andere Dinge zu tun als die Generation davor, neue Musik zu hören und zu machen, über alles aber auch alles zu diskutieren, die verrücktesten Ideen zu entwickeln. Neue Formen des Zusammenlebens entstanden. Noch schüchtern meldeten sich auch die Frauen zu Wort. Kinder überließ man nicht mehr öffentlichen Institutionen, sondern versuchte neue Formen der Gemeinschaftserziehung zu entwickeln.
Natürlich waren wir auch nicht gerade sanftmütig. Unsere Aktionen und Proteste waren gegen die autoritären Kräfte gerichtet. Wir wollten uns wehren. Wir wollten unsere Stärke zeigen. Wir wollten auch den braven Bürgern ein wenig Angst machen. Aber ich sage, die 68er waren ein hoch moralischer Haufen. Es gab keine Gewalt gegen Menschen, schon gar keine sinnlose Gewalt. Es gab Gruppendruck. Das schon.Und wir genossen es, dass irgendwelche Studenten der BWL es nötig hatten, sich als links und fortschrittlich zu outen, weil sie sonst von unserer Menge ausgegrenzt und verlacht worden wären.
Gewalt, das war für uns Vietnam und dieses Beispiel galt uns allen als verhasst und Menschen verachtend.

 

 

Wir wollten andere Menschen nicht unterdrücken oder ihnen Gewalt antun. Wir wollten sie überzeugen.
Meine größte Gewalttat in diesen Zeiten war es, mit einer Gruppe von Leute den Zaun zum Vorgarten des Bischöflichen Palais nieder getreten und dort auf dem Rasen ein Lagerfeuer inszeniert zu haben. Vorne an der Straße stand unser Schild: “Wir vergesellschaften den Garten des Bischof. Friede den Hütten”, oder so ähnlich.
Tatsächlich kam dann die Polizei mit Schlagstöcken.

 

 

Politische Aktivitäten gab es vor allem im Hochschulpolitischen Bereich und in den Aktivitäten im Zusammenhang mit der Heimkritik. In manchen WGs lebte ein weggelaufener Heimzögling und wartete mehr oder weniger vergeblich auf ernsthafte Lebensunterstützung, bekam dafür die Haschpfeife gereicht und wurde mit Worten und Träumen von einer besseren Welt abgefunden.

In meiner Erinnerung gab es nur eine begrenzte Phase lang eine große, alle verbrüdernde Bewegung. Danach differenzierten sich Interessengruppen heraus. Es entstanden die verschiedenen politischen linken Gruppen, die die Gesellschaft verändern wollten, die in Richtung Sozialismus blickten und alle Varianten utopischer und realer Sozialismusmodelle für sich durchdeklinierten. Die Mitbestimmung in den Hochschulgremien war ein weiterer Schwerpunkt, der viele Komillitonen einband.
Ferner wurden im Rahmen der Studentenbewegung vor allem andere Lebens- und Zusammenlebenskulturen entwickelt und umgesetzt.(Eine WG zu gründen war damals eine revolutionäre Tat, heute ist sie ökonomischer Zwang und Normalstatus eines Studierenden.)
Für den größten Teil der Studentenschaft aber war die 68er Bewegung in erster Linie eine Art großes, befreiendes, belebendes Happening, das sich vor allem in der Musikkultur auslebte, bei Woodstock und bei der Hippy-Bewegung landete und alternative Lebensmodelle förderte.

Dann war das Studium aus und wir versuchten in der Welt Fuß zu fassen.
Für einen Teil folgte der lange Marsch durch die Institutionen, für andere kamen die Berufsverbote. Insgesamt aber, so schien es uns, machte die ganze Gesellschaft durch unsere Bewegung einen leichten Linksruck mit, wir hatten, so schien es uns, Erfolge zu verzeichnen. Wir glaubten, in dieser Welt nun als berufstätiger Erwachsener und als Familie wieder aufrecht leben zu können. Der Protest blieb natürlich trotzdem für Jahre ein Teil der Lebenskultur und war auch bitter nötig. Es folgten die großen Demonstrationen in Bonn, die Friedensbewegung, auf der ich dann schon mit meinen kleinen Kindern teilnahm, die AKW Bewegung, die ich nur noch von ferne mit ansah.
Es hängt ne alte Klampfe an der Wand!”, sangen meine jugendbewegten Eltern nach dem Krieg. Für uns hingen irgendwann die Platten-Cover der Stones an der Wand und die Marx und Engels Bände, die bei jedem Umzug mitgeschleppt wurden, verschwanden irgendwann im Keller.

Abgesehen davon, dass ich noch keine Enkelkinder habe, es war schon kaum möglich, den eigenen Kindern zu vermitteln was damals los war. Für sie waren es sicher Geschichten von anno dazumal.
Vielleicht werden die Enkel oder die Urenkel wieder da anfangen, wo wir irgendwann aufgehört haben….

Was ist geblieben? Offenbar soviel, dass es den Medien und den Konservativen im Lande noch heute die Mühe wert ist, die 68er Generation zu verunglimpfen und für alles Mögliche, was danach kam, verantwortlich zu machen. Die RAF hatte sicher ihre Wurzeln in der 68Bewegung. Aber beide gleich zu setzen ist grundfalsch und ignorant. Genauso kann man sagen, die Frauenbewegung oder auch die Grünen hatten dort ihre Wurzeln - obwohl man davon mitunter nicht mehr viel merkt.

Aber es muss ganz klar gesagt werden, was dort keine Wurzeln hat:

die rechte Bewegung, die Neonazis, die zunehmende Gewalt in unserer Jugend, die Ziel- und Perspektivlosigkeit in der Jugend, der Niedergang der solidarischen Werte, die Zurücknahme der sozialen Absicherung und der politischen Zielsetzung einer Chancengleichheit…….

Das hat sich die Politik selber eingebrockt, indem sie sich in einem vermeintlichen Fortschrittsglauben an die Fersen der Wirtschaft und ihrer Allmacht geheftet hat.

Wir brauchen wieder mal neue 68er”, seufzen die wenigen meiner Studenten, die sich nicht mit dem blinden und resignierten Hinterherhecheln hinter der neuen flexiblen und effizienten Lebensphilosophie begnügen wollen.

Ich hoffe, dass das nicht bis 2068 dauern wird.

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Was ist konservativ?

Im Allgemeinen habe ich es nicht besonders gerne, wenn meine StudentInnen mitten im Seminar in heftige Dispute zu zweit verfallen. Ich nehme realistischer Weise an, dass das Thema nicht viel mit meinem Seminar zu tun haben wird. Aber dem ist nicht immer so. In dieser Seminareinheit ging es um die veränderte Kindheit heute, im Vergleich zu früheren Zeiten. Nostalgie brach unter den Studierenden aus, Kopfschütteln über die Bedingungen, die Kinder heute vorfinden. Andere fanden, dass die Kinder heute genau so Kinder sind und glücklich sein können wie früher.
Nach dem Seminar kommt Anja zu mir und man merkt ihr ihre innere Aufregung noch richtig an. Sie habe sich mit ihrer Nachbarin Nadja gestritten: Die hätte die Meinung vertreten, dass in unserer Zeit so vieles wegbrechen würde, was früher gut war, was die Menschen glücklicher machte und ihnen bessere Bedingungen bot, im Leben zurecht zu kommen. Sie aber vertrete den Standpunkt, dass es dumm und albern sei, immer nur dem Gestrigen hinterher zu jammern. Natürlich bringe die neue Zeit neue Herausforderungen mit sich, aber die müsse man eben offensiv und aktiv angehen, statt sich gegen jede Veränderung zu wehren und abzuschotten….

Ein spannendes Thema. Und die Posititionen spalten die ganze Gruppe. Diejenigen, die Verluste konstatieren im Vergleich zu den vergangenen Jahrzehnten gelten bei den anderen als Dinosaurier, als konservativ, als Träumer, als lebensuntüchtig und von gestern.
Die anderen haben die Begriffe Zukunft und Moderne auf ihrer Seite und die Realität. Und ich denke, es ist die Mehrheit.
Junge Leute kommen sich albern und simperlich vor, wenn sie die Zukunft und die Gegenwart nicht mit offenen Armen begrüssen und annehmen, sich ihr stellen. Sie trauen sich immer zu, mit ihr klar zu kommen und das Beste daraus machen zu können. Der Blick zurück erscheint ihnen feige und lahm.
Aber ist alles, was die Moderne mit sich bringt, besser? Bedeutet modern automatisch fortschrittlich?
Da hatten wir es früher einfacher.
Als ich studierte war das so und es war klar und eindeutig: Diejenigen, die das Bestehende oder Vergangene erhalten wollten, hielten den gesellschaftlichen Fortschritt auf. Veränderung bedeutete damals immer - davon waren wir überzeugt - eine Veränderung zum Besseren, zu mehr Menschlichkeit, mehr Freiheit, mehr Gerechtigkeit.
Heute ist das ganz sicher so einfach nicht mehr. Wenn mir einer sagt, früher gab es einen besseren Kündigungsschutz und ich bedauere, dass der so nicht mehr besteht, dann stemmt er sich gegen moderne Entwicklungen, die keineswegs, einfach weil sie modern sind und scheinbar der Zukunft geschuldet, fortschrittlich sein müssen.
Wenn mir jemand sagt, heute gibt man sich halt nicht mehr ab mit der Frage, ob alle die gleichen Bildungschancen haben, weil Ungleichheit einfach gesellschaftlicher Normalzustand ist, dann kann ich nur sagen: diesen Verlust gesellschaftlicher Verantwortung empfinde ich als Rückschritt der Menschheit.

Vielleicht ist es unter den heutigen Bedingungen besonders für junge Leute sehr schwer, nicht mit zu schwimmen, mit zu stürmen nach vorne zu den unbegrenzten globalen Chancen einer Gesellschaft, einer Gesellschaft freilich, die mit hohen Risiken droht. Aber wenn man jung ist, dann denkt man stets, ich doch nicht. Risiken treffen höchstens die anderen. Und so schlimm wird’s wohl nicht werden.

Und so kommt es wohl, dass man auch als Professor leicht in den Dinosaurier-Sack gesteckt wird, weil man es sich leisten kann, darauf hinzuweisen, dass nicht alles, was die Moderne mit sich bringt, für die Menschheit bekömmlich ist und sein wird.

S-Bahn Begegnung

Ich kriege sie nicht mehr aus meinem Kopf.

Wer täglich mit der S-Bahn in Berlin herum fährt, wird sich sicher nicht darüber wundern, denn die Arbeitslosen und HartzIV Empfänger, die zwischendurch zusteigen und dann höflich um eine Geldspende bitten, gehören sicher auf allen Strecken zum Alltag. Die meisten Fahrgäste reagieren nicht, selten aber reagieren sie irgendwie ungehalten. Die ständige Konfrontation mit dem Schicksal der vielen, die es sehr viel schlechter getroffen haben in unserem Land, ist offenbar tolerierte Zeiterscheinung.

Als sie herein kam, war ich von ihren Augen fasziniert. Sie waren klug und gütig. Ihre kleine Rede trug sie selbstbewusst vor, keineswegs bettelnd oder devot. Und neben ihrem sicheren Auftreten war sie gleichzeitig,vorsichtig, behutsam fast sanft zu uns. Sie sprach von ihren unerträglichen Schmerzen und freute sich über die Sonne, die gerade für einen Moment herausgekommen war. Und dann trug sie ein Frühlingsgedicht vor, das sie mit den Worten kommentierte: “Ich schreibe ein bisschen, irgendwas muss man ja machen.” Ich war berührt. Ihr Blick hatte etwas Vertrautes, wie der Blick einer Freundin.
Ja, so könnte es auch enden, dachte ich schockiert: alt, alleine, mit Schmerzen, die nicht zu bändigen sind, weil die Medikamente und der Arzt so viel kosten, darauf angewiesen, die Mitmenschen um Hilfe zu bitten. So aber, ohne sich irgendetwas dabei zu vergeben, so würde ich es nie können. Ich bewunderte sie und blieb etwas verwirrt zurück, als sie weiter ging und ich ihre sanfte, deutliche Stimme ein paar Sitzreihen weiter erneut hörte. Ich musste den Drang unterdrücken, sie nach ihrem Namen zu fragen, nach ihrem Leben.

Möglicherweise ist das alles nur ihr Betteltrick gewesen. Vielleicht kennen die Leser meines Blogs sie auch. Vielleicht kennt sie schon jeder in Berlin. Sei’s drum. Ich gönne ihr diese Fähigkeiten, andere zu rühren und wünsche ihr viel Erfolg!

Bevor ich dieses Posting losschicke, habe ich man ein wenig recherchiert nach Bettelei in der U-Bahn und bin dabei auf einen interessanten Disput gestoßen.

Ein schönes Beispiel für Meinungsbildung und dafür, wie wichtig es ist, sein Andersdenken nicht zu verschweigen sondern mitzureden: flugs steht keiner mehr zu seinen vorigen Vorurteilen, zu mindest im Chat.

Raubtierkapitalismus?

Beim Frühstück bleibt mir fast das Brötchen im Hals stecken:
Die Reporterin stellt gerade mal so nebenbei fest, dass es immer noch Menschen gebe, die noch nicht begriffen hätten, das die alte Volksweisheit nicht mehr stimme, dass es nämlich den Menschen gut gehe, wenn es den Unternehmern gut geht.

Bisher brachte man eben manches Opfer, damit die Wirtschaft floriert und schnallte bereitwillig die Gürtel enger, wenn es eine Wirtschaftsflaute gab. Dass wir alle vom Wirtschaftsgott und von seinen schwarzen Zahlen abhängen, das war ja lange schon klar. Aber jetzt machen die Unternehmen kräftig Kasse - aber denkste, das heißt noch lange nicht, dass sie deswegen automatisch auch was vom Kuchen abkriegen müssen. Verarscht!

Es wird Zeit, so meint die Reporterin, dass wir uns verarschen lassen, ohne mit der Wimper zu zucken:
Siemens, Nokia,

Und Herr Lafontaine hätte deshalb etwas dramatisch das Wort Raubtierkapitalismus gebraucht., dieser Populist…
Ich möchte mich verwahren gegen diesen Vergleich. Als Tierliebhaberin kann ich ihn nicht einfach so hinnehmen:

Kein Raubtier frisst weiter, wenn es satt ist, es jagt keine Beute, wenn es für sich genug hat, es tötet nichts und niemand, wenn es das nicht muss, weil sein Magen knurrt. Es nimmt einem anderen Tier nur dann was weg, wenn es selber Hunger hat.
Aber: Obwohl man selber wunderbare Profite macht, einfach so, trotzdem oder vielleicht ja auch gerade deshalb, immer noch höhere machen wollen und dabei über andere Menschen einfach hinweggehen, über ihr Leid, ihre Bedrohung, über ihre Sorgen und Nöte, sie in die Arbeitslosigkeit entlassen, der möglichen Armut aussetzen, ihre Biografien brechen,

- sowas bringen nur Menschen fertig.

Willkommen im aktivierenden Sozialstaat: Luxus-Artikel Brille

Man weiß ja, was gespielt wird und wo man lebt… aber irgendwann kommt die Erkenntnis wirklich bei einem an.
Das war für mich heute.

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Esel kennen sich aus

Als letzte Woche meine Freundin erwähnte, sie hätte für ihre Lesebrille 1000 Euro ausgegeben, habe ich still bei mir gedacht: Typisch, mal wieder das teuerste Disigner-Modell gekauft….

Heute wurde ich im Brillenladen aufgeklärt: Brillen sind rund herum Luxusartikel. Die Kasse zahlt seit 2004 keinen Zuschlag zum Gestell und inzwischen auch Null zu den Gläsern.
Zugegeben, meine letzte Brille ist schon ein paar Jährchen alt. Immerhin gabs da noch eine Kleinigkeit dazu und die Gläser wurden - bis auf Entspiegelung und ähnliche Sonderwünsche - von der Kasse übernommen…
Die Brillenverkäuferin eben sah mich dezent mitleidig an. Wieder eine, die noch nicht in der Moderne angekommen ist!

Ich aber stand richtig schockiert herum zwischen den teuren und meistens auch noch ziemlich hässlichen Brillengestellen und dachte entsetzt: “Was macht ein 20 jähriger arbeitsloser Mensch, wenn er eine Brille braucht?” Meine Kinder brauchen alle keine Brille, schoss es mir durch den Kopf! Ein Glück! Was machen Hartz IV-Empfänger?

Ich habe mich ernsthaft geschockt aus dem Laden entfernt und überlege seit dem, wieso es das eigene Risiko eines Menschen sein kann, dass er eine Brille braucht. Kann ein Mensch mit Kurzsichtigkeit ohne Sehhilfe überhaupt durchs Leben kommen? Er wäre zumindest eine ernsthafte Verkehrsgefährdung. Von Schulbesuch, Führerschein, Teilnahme am kulturellen Leben mal ganz abgesehen. Und wieso zahlt dann seine Kasse nichts? Wieso ist eine Brille neuerdings ein Luxus, den ich mir eben leisten muss? Trage ich meine Brille etwa, weil sie mir so gut steht? Ich denke eher nicht.
Ach so, ich begreife, es ist schon notwendig, dass ich die Brille habe, aber es ist trotzdem mein persönliches Risiko. Denn das heißt eben noch lange nicht, dass die Kasse was dazu gibt. So wie die Spritzen gegen meineArthrose, die seit 3 Jahren wie ein Wunder wirken, deren Bezahlung die Kasse aber abgelehnt hat, weil dieses Medikament nicht wirklich heilt. Wirklich fürsorglich gedacht, liebe Kasse.
Klar, und eine Brille heilt eben auch nicht den Sehfehler. Das muss es sein. Da heißt es jetzt einfach, Pech gehabt. Wenn nächstens wieder ich auf die Welt komme und habe vielleicht nur ein Bein, zahlt mir dann noch jemand was für eine Gehhilfe? Habe ich dann auch nur Pech gehabt? Schlechte Aussichten!

“Ach, das ist doch schon lange so!”, sagt mir meine kleine Brillenverkäuferin und glaubt, damit eine hinreichende Erklärung abgegeben zu haben. (Manchmal wundere ich mich, dass die Leute hier im Osten noch viel williger und bereiter der Marktwirtschaft ihre Dankesopfer bringen. Sie kennen den Kapitalismus nicht mehr anders, könnte man sagen. Stimmt. Aber immerhin gabs hier früher mal was ganz anderes.)

Ich gehöre einfach zu denen, die es nicht begreifen, die es vor allem nicht einsehen wollen, was da passiert, die immer noch davon sprechen, dass ein neu backenes Brötchen in ihrer Kindheit 6 und ein altbackenes 5 Pfennig kostete. Und in der Apotheke habe ich vor 25 Jahren noch 50 Pfennig pro Rezept dazugezahlt.
So was heute laut zu sagen, kommt immer schlecht an, so als würde man ein schamloses Schuldbekenntnis ablegen, dass man in seinem früheren Leben die Wirtschaft brutal um ihre Profite betrogen habe. Dafür sollte man sich lieber schämen.

Niemand scheint in diesem Lande etwas dabei zu finden, dass wir zunehmend freigesetzt werden von allen Sicherungen, allen Rechtsansprüchen, allen tariflichen Bezahlungen. Alle tun so, als würden sie zu den Gewinnern der Gesellschaft gehören, als würde gerade sie diese Entwicklung nicht treffen. Geiz ist eine Modetrend, keine Notwendigkeit. So auch meine kleine Brillenverkäuferin.

Das Schlimme ist, dass all das den Leuten so vorkommt wie ein gewaltiges Naturgesetz, das uns überfällt, das wir nicht beeinflussen und stoppen und schon gar nicht verhindern können. Und wenn wir den Göttern fleißig Opfer bringen, werden sie uns vielleicht nicht so schlimm heimsuchen. Auf alle Fälle hat es keinen Sinn, sich gegen das Unvermeidliche aufzulehnen. So ähnlich wie bei der Klimaveränderung.
Hoppla, die ist ja auch selbst gemacht.