Widerstand der Sozialen Arbeit gegen ihre Neoliberalisierung – nötig? möglich? sinnvoll?

Vortrag, online gehalten am 12.4.2021

für die Hochschule Hannover, University Of Applied Sciences and Arts
Fakultät V

hier der ungekürzte Vortragstext

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1 Antwort zu Widerstand der Sozialen Arbeit gegen ihre Neoliberalisierung – nötig? möglich? sinnvoll?

  1. Алёна sagt:

    Offenheit und klare Kante: Anscheinend produziert eine Gesellschaftsform, die im Zeichen des neoliberalen, globalisierten Kapitalismus die permanente Veranderung, Konkurrenz und Unsicherheit zum grundlegenden Zustand gemacht hat, damit zugleich Widerstande und Gegenentwurfe. Eine „der unbeabsichtigten Folgen des modernen Kapitalismus ist die Starkung des Ortes, die Sehnsucht der Menschen nach der Verwurzelung in eine 40 r Gemeinde“ (Sennett 1998; S. 189). Gerade die Entgrenzung sozialer Raume, die Vervielfaltigung von Lebensoptionen, all die Deregulierungen und Flexibilisierungen sowie die Delegitimierung von Institutionen (z.B. Parlament, Parteien, Kirchen) erzeugen das Bedurfnis nach Halt, nach Identitat. Diese Bedurfnisse sind jedoch ambivalent. Sie konnen sich, und das geschieht zunehmend, uber Ab- und Ausgrenzungsstrategien artikulieren. GWA muss immer offen sein fur die Anliegen und Sorgen, die von Einzelnen an sie herangetragen werden. Wenn sich hinter der Besorgnis von Burger*innen aber vor allem Ressentiments und die Ablehnung von allem, was nicht im traditionellen oder gar volkischen Sinne deutsch ist; wenn sich dahinter gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Rassismus verbergen, muss GWA das auch so benennen. Will sie ihre Verpflichtung auf die geltenden Grundwerte, die Achtung der Menschenrechte und den Berufskodex der Sozialen Arbeit wirklich ernst nehmen, kann sie in dieser Situation nicht fur eine akzeptierende Arbeit stehen.

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