Wattenmeer Weltkulturerbe

Es freut mich ungemein, dass das Wattenmeer als  Weltkulturerbe anerkannt ist.
Ich weiß, dass viele, auch viele Deutsche, das Watt nicht wirklich kennen und es höchstens mal als enttäuschende Schlammzone erlebt haben, die bei Ebbe die Nordsee weit hinaus getrieben hatte und einen um den Anblick einer blauen, endlosen Meeresfläche betrog…

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Blick auf das Watt bei Morsum

Vor Jahren schrieb ich eine Erzählung, in der das Watt die Hauptrolle spielt: Die Bank am Watt

Plötzlich war vor ihnen das Watt aufgetaucht, eine endlose Weite, so weit, dass es unmöglich schien, alles mit einem Blick zu erfassen. Sie musste den Kopf nach beiden Seiten wenden, um das Panorama ganz einfangen und in sich aufnehmen zu können. Das Auge glitt über glitzernde, mit kleinen Wasserpfützen besprenkelte, dunkle Schlammfelder hinweg über helle Wasserstreifen, über schimmernde, sich dehnende, glatte oder auch vom Wind gekräuselte Wasserflächen bis an den Horizont. Hier verdichtete sich das Wasser zu einem dunkelblauen, breiten Strich, der sich über die ganze Breite des Horizontes hinzog und das scheinbar endlose Watt gegen den noch um ein Vielfaches größeren Himmel abschloss. Der war überall, hinter dem Watt, über dem Watt und auch an den Seiten, wo das Wattenmeer an Land grenzte und Dünen den Horizont markierten. Der Himmel schien allgegenwärtig und hatte von der Welt nur dieses eine, kleine Stückchen festen Boden übrig gelassen, genau die Stelle am Ufer, auf der sie stand und schaute.

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Strandläufer im Watt

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2 Responses to Wattenmeer Weltkulturerbe

  1. kranich05 sagt:

    Ich schreibe hier, weil die Kommentarfunktion beim Blockflötenbeitrag anscheinend nicht funktioniert.

    Ja, die Blockflöte ist ein ganz besondere, „beseeltes“, der menschlichen Stimme in ihrer Ausdrucksfähigkeit (und ihren Grenzen) ähnliches Instrument.
    Wo liegt eigentlich Aurignacien?

  2. Scheint doch zu funktionieren. Danke für den Beitrag, ist gut gelungen.

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