meine Anka ist tot

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hier ist meine Anka noch vor

wenigen Tagen herumgestromert….

 

 für Anka

 

Die Sommerastern sind verblasst wie alte Bilder.
Oktober müde liegt das Feld.
In diesem Herbst kann ich
die Müdigkeit der Bäume fühlen
mit jedem Blatt,
das fällt.
Sanft kommt das Sterben,
still und blass.

 

Ich habe so oft über sie geschrieben. Ihr Tod kam erschütternd plötzlich. Unser Garten, unser Haus sind auf einmal leer. Meine Anka ist fort: ein lebendiges Wesen, dass sich immer wie verrückt gefreut hat, wenn ich kam, auch wenn ich nur kurz am Auto gewesen war, ein Wesen, dass uns mit ihrer Freundlichkeit und Zuversicht, mit ihrer intensiven Gegenwart und ihrer Fähigkeit, Glück zu finden in den winzigsten Kleinigkeiten ihres Lebens.

Wir werden lange brauchen, um nicht mehr mit Schmerz an sie zu denken. Vergessen werden wir sie wohl nie.

Über Mrs. Tapir

Perspektive: ungewiss; meine älteste Verwandte wurde 104 Jahre alt, mein Großvater starb mit 54. Beruf: muss noch ein paar Jährchen, werde es aber kaum bis 67 aushalten; obwohl ich mir schon als Schülerin geschworen hatte, nie Lehrerin zu werden, bin ich schließlich doch hier an einer Hochschule gelandet Kinder: ganze drei habe ich groß gekriegt Partner, Liebhaber und Ehemänner; habe diverses hinter mir, zwei mal geschieden, nach Trennungen öfter traurig, noch öfter froh; seit 4 Jahren dritter und hoffentlich letzter Versuch einer glücklichen Ehe Themen: schon immer waren die wichtigsten Themen meines Lebens Literatur, Natur und Menschen. Und obowohl ich eigentlich ein unpolitischer Mensch sein möchte, gelingt mir das auch immer wieder nicht. Ansonsten: Tapire sind Einzelgänger, irgendetwas zwischen Pferd und Schwein, dickfellig aber sensibel, schön im Auge des begnadeten Betrachters, ihre vorn spitz zulaufende Schnauze ermöglicht es ihnen, sich schnell durch das Dickicht südamerikanischer Wälder zu bewegen.
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Ein Kommentar zu meine Anka ist tot

  1. Anka sagt:

    Auch wenn es spät kommt, aber ich habe die Seite eben erts gefunden.
    Es tut immer weh, ein geliebtes Wesen nach langer Zeit zu verlieren. Nach der Trauer kommen aber all die Erinnerungen an die schönen Stunden und Tage wieder. Und die soll man in seinem Herzen bewahren.

    Grüße von einer Schäferhündin

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