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30.10.2008 von Mrs. Tapir.
So eine persönlich Trauerphase im Leben nimmt einem erst mal alle Kraft und Lust.
Die ersten Tage nach dem Tod unserer geliebten Anka war mir eigentlich alles egal, selbst die derzeitige Bank- und Wirtschaftskrise, mein Kuscheltierforschungsprojekt, der leuchtende Herbst, das Buch über die Folgen von neoliberaler Ideologie und Ökonomisierung in der Sozialen Arbeit, das ich schreibe… alles war weit weg und ließ mich völlig kalt.
Die Gegenwart ist weiter beeinträchtigt von den immer wieder aufflammenden traurigen Gedanken an Anka und den Gefühlen des Verlustes.
Vor meinem Fenster läuft eine Frau durch den Regen an unserem Haus vorbei, einen kleinen Hund an er Leine, der klatschnass wird, daran aber offenbar keinen Anstoß nimmt. Wenn Anka noch wäre, würde sich jetzt am Zaun eine heftige Revierverteidigungs-Szene abspielen. So aber geht alles lautlos vorüber.
Aber es geht weiter.
Allmählich tauche ich wieder auf und richte mich auf die Zukunft aus.
Ich habe die Empfindungen und Sitten von Menschen, die nach einer Beerdigung und einer tiefen Trauerphase plötzlich anfangen, zu tanzen und ihr Leben zu feiern, immer bewundert. Heute fällt mir eine solche Haltung schwer. Aber sie kann einen retten und wäre sicher immer auch im Sinne derer, die wir betrauern.
Geschrieben in meine schönsten Fotos, Anka, Alter & Leben, unsere Streusandbüchse | Keine Kommentare »
26.10.2008 von Mrs. Tapir.
Der Kuscheltier-Blog verabschiedet sich vom Glashaus und hat jetzt eine eigene Domain:
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25.10.2008 von Mrs. Tapir.
hier ist meine Anka noch vor
wenigen Tagen herumgestromert….
für Anka
Die Sommerastern sind verblasst wie alte Bilder.
Oktober müde liegt das Feld.
In diesem Herbst kann ich
die Müdigkeit der Bäume fühlen
mit jedem Blatt,
das fällt.
Sanft kommt das Sterben,
still und blass.
Ich habe so oft über sie geschrieben. Ihr Tod kam erschütternd plötzlich. Unser Garten, unser Haus sind auf einmal leer. Meine Anka ist fort: ein lebendiges Wesen, dass sich immer wie verrückt gefreut hat, wenn ich kam, auch wenn ich nur kurz am Auto gewesen war, ein Wesen, dass uns mit ihrer Freundlichkeit und Zuversicht, mit ihrer intensiven Gegenwart und ihrer Fähigkeit, Glück zu finden in den winzigsten Kleinigkeiten ihres Lebens.
Wir werden lange brauchen, um nicht mehr mit Schmerz an sie zu denken. Vergessen werden wir sie wohl nie.
Geschrieben in meine schönsten Fotos, Anka, Alter & Leben, Natur & Co, Texte von mir | 1 Kommentar »
15.10.2008 von Mrs. Tapir.

In der FAZ, der man nun wirklich nicht gerade Anti-Neoliberalismus vorwerfen kann, stand am 9. September ein Artikel mit dem Titel “Bologna-Prozess gescheitert”, auf den ich erst jetzt gestoßen bin.
Es wird berichtet, dass der Deutsche Hochschulverband zu dem Ergebnis gekommen ist, dass die Ziele, die mit der Einführung der Bachelor- und Master-Studiengänge angestrebt wurden, nicht nur nicht erreicht worden sind, sondern dass die “Reform” genau das Gegenteil bewirkt hat!
z.B.
Der Hochschulverband fordert den Stop des Reformprozesses, soweit er noch zu stoppen ist.
Die Punkte oben lassen sich noch ergänzen:
Zu der Zeit, als ich am 17.10.2006 hier im Blog von der Umsetzung des Bologna-Prozess in unserem Fachbereich berichtete, galt man als Ewiggestriger und Reformunfreudiger, wenn man die neue “Studienreform” auch nur kritisch sah. Auf den Vorzügen des alten Diploms zu bestehen galt als unerwünscht, beinah als Kapitalverbrechen.
Aber “menschliche Irrtümer” der Politik und der Wirtschaft scheinen ja zur Zeit in Mode zu kommen. Und keiner schlägt sich an die Brust und geht in sich. Sondern das Geld der Steuerzahler wird hergenommen, um die durch Fehlplanung, ungeprüfte Schnellschüsse und Gier nach großen Einsparungen oder großen Profiten entstandenen Folgeschäden, aufzufangen.
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11.10.2008 von Mrs. Tapir.
Bei dem wunderbarsten Demonstrationswetter fand heute in Berlin eine Demonstration statt, zu der die Liberalen, die Grünen und die Linke aufgerufen hatten. Eine fast kuriose Zusammenstellung. Dazu alle möglichen Gruppen und Einzelpersonen.
Viele gute Ideen und Plakate waren zu sehen. Der Demonstrationszug wirkte relativ lebendig. Das lang wohl vor allem an den auffällig vielen jungen Leuten, die mit demonstrierten. Die Ankündigung von ca. 30 000 Demonstranten halte ich für zutreffend.
Ansonsten: kaum ein politisches Wort, keine Forderung zu den noch brennenderen politischen Themen:
Die meisten, die da demonstrierten fühlten sich - so mein Eindruck - einfach in ihrer Privatsphäre gestört und bedroht und setzten sich dagegen zur Wehr.
Ich frage mich, wann die anderen Themen unser aller Privatsphäre bedrohen werden.
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4.10.2008 von Mrs. Tapir.
Jetzt geht es los. Ihr könnt alle mitmachen: zum Fragebogen
Ich habe ein wenig gebraucht, die Sache technisch hinzukriegen. Gewisse Holperigkeiten bitte ich zu entschuldigen. Mit der Zeit wird’s sicher besser.
Wäre nett, wenn der eine oder andere sich schnell mal zum Minifragebogen durchklicken könnte und ein paar Klicks dalassen würde!
Der Fragebogen steht im Zusammenhang mit meinem Forschungsprojekt “Kuscheltier”, über das ich an dieser Stelle schon berichtet habe.
Ich habe für die Auswertung fachkundige Hilfe. Klausi braucht eine neue Aufgabe, nachdem ihm hier in der Streusandbüchse Anka total die Show gestohlen hat.
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