Friedhof Père-Lachaise

Wir wohnten so nah, dass wir dieses Ziel locker in 10 Minuten zu Fuß0 erreichen konnten. Auf diese Weise kamen wir aber durch ein Seitentor auf den Friedhof und bekamen – wie am Haupteingang – keinen Plan der berühmten Gräber.

Die Stimmung des Friedhofs auf der Seite, von der wir ihn betraten war zunächst eher bedrückend. Nur steinerne Gräber, Moos, verwelkte Blumen…

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Zunächst suchten und fanden  wir die Mauer, an denen die Communarden erschossen worden sind. Hier über habe ich schon vor ein paar Tagen berichtet.

Ohne Plan war das Suchen nach prominenten Gräbern gar nicht so einfach. Wir versuchten uns an der Menge der um eine Grabstätte stehendn Menschen und der Fülle niedergelegter Blumen zu orientieren.
Das am meisten mit Blumen geschmückte und von einer Menschentraube umstellte Grab gehörte einem uns völlig unbekannten Franzosen – wie uns Google dann später zu Hause verriet dem „Erfinder“ des Spiritismus.

Das Grab von Balsac erkannte ich nur an seiner Büste. Keiner war hier und niemand hatte ihm Blumen gebracht.

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Dann: das Grab von Yves Montant. Hier gab es Blumen und nicht nur das: Auf dem Nachbargrab räkelte sich ein schwarzes Kätzchen, dass sich hier offensichtlich wohlfühlte und das sich auch von den entzückten Touristen nicht stören ließ.

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Über Mrs. Tapir

Perspektive: ungewiss; meine älteste Verwandte wurde 104 Jahre alt, mein Großvater starb mit 54. Beruf: muss noch ein paar Jährchen, werde es aber kaum bis 67 aushalten; obwohl ich mir schon als Schülerin geschworen hatte, nie Lehrerin zu werden, bin ich schließlich doch hier an einer Hochschule gelandet Kinder: ganze drei habe ich groß gekriegt Partner, Liebhaber und Ehemänner; habe diverses hinter mir, zwei mal geschieden, nach Trennungen öfter traurig, noch öfter froh; seit 4 Jahren dritter und hoffentlich letzter Versuch einer glücklichen Ehe Themen: schon immer waren die wichtigsten Themen meines Lebens Literatur, Natur und Menschen. Und obowohl ich eigentlich ein unpolitischer Mensch sein möchte, gelingt mir das auch immer wieder nicht. Ansonsten: Tapire sind Einzelgänger, irgendetwas zwischen Pferd und Schwein, dickfellig aber sensibel, schön im Auge des begnadeten Betrachters, ihre vorn spitz zulaufende Schnauze ermöglicht es ihnen, sich schnell durch das Dickicht südamerikanischer Wälder zu bewegen.
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