Der Canal Saint Martin – wo nur Pariser leben

Nach den ersten Tagen im nicht abreißenden Strom der Touristen suchten wir den Canal Saint Martin auf, der gebaut wurde, um die Seine mit der Seine zu verbinden und damit der Schifffahrt die Durchfahrt durch eine lange Mäanderschleife zu ersparen.

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Heute mündet er im Norden in das Bassin und im Süden verschwindet er plötzlich unter der Erde, erreicht so die Seine. Die großen Schiffe sind hier nicht zu finden. Der Kanal verfügt über ein Dutzend Wehre, wo man in aller Ruhe die Arbeit des Wehr-Mannes beobachten kann, zusehen kann, wie das Wasser gestaut und dann plötzlich befreit wird, wie kleinere Ausflugsschiffe voller einheimischer Ausflügler oben auf den Decks warten, bis das Wehr geöffnet ist und sie weiterfahren können.

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Der Kanal fließt durch ein belebtes, aber gleichzeitig friedliches, fast beschauliches Wohnviertel. Von hohen Bäumen umsäumt, rechts und links von Straßenverkehr begleitet, bietet er dem Spaziergänger ruhige, manchmal melancholische, manchmal fröhliche Perspektiven.

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An den Straßen laden kleine Cafés ein. Hier spricht niemand etwas anderes als Französisch.

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Über Mrs. Tapir

Perspektive: ungewiss; meine älteste Verwandte wurde 104 Jahre alt, mein Großvater starb mit 54. Beruf: muss noch ein paar Jährchen, werde es aber kaum bis 67 aushalten; obwohl ich mir schon als Schülerin geschworen hatte, nie Lehrerin zu werden, bin ich schließlich doch hier an einer Hochschule gelandet Kinder: ganze drei habe ich groß gekriegt Partner, Liebhaber und Ehemänner; habe diverses hinter mir, zwei mal geschieden, nach Trennungen öfter traurig, noch öfter froh; seit 4 Jahren dritter und hoffentlich letzter Versuch einer glücklichen Ehe Themen: schon immer waren die wichtigsten Themen meines Lebens Literatur, Natur und Menschen. Und obowohl ich eigentlich ein unpolitischer Mensch sein möchte, gelingt mir das auch immer wieder nicht. Ansonsten: Tapire sind Einzelgänger, irgendetwas zwischen Pferd und Schwein, dickfellig aber sensibel, schön im Auge des begnadeten Betrachters, ihre vorn spitz zulaufende Schnauze ermöglicht es ihnen, sich schnell durch das Dickicht südamerikanischer Wälder zu bewegen.
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