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18.2.2008 von Mrs. Tapir.
Eben mit meiner Jüngsten in Dublin gesprochen.
Dort blühen die Bäume und es kommen die ersten Blätter……
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15.2.2008 von Mrs. Tapir.
locken die ersten Frühlingsboten … erfreulicher Weise haben wir beide keine Pollenallergie!
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13.2.2008 von Mrs. Tapir.
Also, es empört den deutschen Michel, dass Erdogan behauptet, es gäbe in unserem Land Assimilationstendenzen.

Junge Türken freuen sich über den Sieg Deutschlands über Argentinen
“Integration beschreibt - nach Wikipedia - einen dynamischen, lange andauernden und sehr differenzierten Prozess des Zusammenfügens und Zusammenwachsens. Dieser Prozess besteht aus Annäherung, gegenseitiger Auseinandersetzung, Kommunikation, Finden von Gemeinsamkeiten, Feststellen von Unterschieden und der Übernahme gemeinschaftlicher Verantwortung zwischen Zugewanderten und anwesender Mehrheitsbevölkerung.
Voraussetzung der Integration ist neben der Bereitschaft der Migranten, dazu gehören zu wollen und der Offenheit zur Entwicklung eins gleichberechtigten Zusammenlebens mit der Mehrheitsbevölkerung, die Akzeptanz des Grundgesetzes, insbesondere die Achtung der Menschenwürde, der Freiheit der persönlichen Entfaltung, der Glaubensfreiheit und der Gleichberechtigung von Mann und Frau. Im Gegensatz zur Assimilation (völlige Anpassung), verlangt Integration nicht die Aufgabe der eigenen kulturellen Identität.”
Und was für ein Prozess läuft da nun eigentlich wirklich bei uns?
“Eine “türkische Universität” wagt der zu fordern, hier in Deutschland? Wer weiß, was die da für ne komische Wissenschaft verbreiten wollen? Na dem treiben wir das aber aus. Und von wegen Assimilation! Für ne richtige Assimilation muss erst mal Substanz da sein, die dem Wirtskörper auch dienen würde, die also zu ihm passt, wenn er sie sich einverleiben will. Wir wollen ja nur Integration, also, sie sollen nicht mehr so aus unserem Rahmen fallen, verdammt noch mal!
Berlin ist das größte türkische Gemeinwesen auf europäischem Boden. Aber bitte schön, wir haben ja nichts dagegen, aber es ist unsere Hauptstadt, eine deutsche Hauptstadt und so habt ihr euch zu benehmen: bitte also deutsch!”
Wenn ich im Ausland leben würde, wäre ich trotzdem oder sogar gerade deshalb darum bemüht, meine deutsche Identität zu erhalten, zu pflegen und mit LandsmännInnen zu feiern. Oder etwa nicht? Das hat mit der Integration in die andere Gesellschaft nichts zu tun, so lange sie mir meine Identität nicht nehmen will. Integration gibt es eben in zwei Varianten: “Friß und stirb” oder “sei unser Gast und bleibe unter uns und wenn du möchtest, darfst du einer von uns werden”.
Und mit der Frage, ob ich die Gesetze des anderen Staates einhalte, hat das schon rein nichts zu tun. Das ist selbstverständlich und solange sie nicht gegen mich gerichtet sind auch akzeptabel. Deswegen bin ich nicht gleich eine von denen.
Das böse Erwachen des deutschen Michel, der nach Jahrzehnten Multikulti-Zeiten, in denen er sich für die andere Kultur und Menschengemeinschaft in unserem Lande einen Dreck interessierte, hat damit zu tun, dass er sich eben kein bisschen gekümmert hat. Und jetzt stellt er erbittert fest, “die sind ja immer noch Türken, die haben ja immer noch ihre Sitten, ihre Sprache, ihre Religion. Verdammt noch mal, wieso konnten sie sich in so vielen Jahren die besseren Werte, die ordentlichen deutschen Sitten und unser christliches Weltbild nicht von uns abgucken. Das ist ja eine reine Unverschämtheit, hier leben zu wollen und immer noch nicht wirklich deutsch zu sein oder sein zu wollen!!”
Erdogan hat den deutschen Michel sehr gut verstanden und sorgt sich um die vielen Menschen seines Volkes, die hier in der Fremde leben und immer noch den Underdog Status haben. Und die eher der Weigerung zur Integration verdächtigt würden, wenn sie öffentlich und mit Stolz türkischen Wein tränken.
Kleiner Tipp an unsere türkischen Freunde: In Estland ist es unter Russen üblich, sich estische Namen zuzulegen (zu kaufen), damit man nicht mehr als Russe identifiziert werden kann. Das fördert das Weiterkommen und schützt vor Ausgrenzung. Das wäre doch ein echter Integrationsschritt. Und wenn der Name nicht reicht,vielleicht könnte der eine oder andere Schönheitschirurg hilfreich sein, so nach Michael Jackson?
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13.2.2008 von Mrs. Tapir.
Wenn Olmert sich freut, dass er bei Angela M. so gut behandelt wird, dass sie ihm sogar heimatlichen, sprich israelischen Wein kredenzt, so ist das kein israelischer Nationalismus in Deutschland.
Türken in Kreuzberg
Aber wenn Erdogan seinen Landsleuten empfiehlt, auch in einem Land, das ihnen gegenüber weitaus weniger gastfreundlich ist, ihre türkische Identität nicht aufzugeben, so ist dies türkischer Nationalismus auf deutschem Boden?
Oder war der israelische Wein etwa getürkt?
O ja, wir Deutschen haben eine nette Anzahl türken unfreundlicher Schätze in unserer Kultur und Sprache ….
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12.2.2008 von Mrs. Tapir.
Anka will noch mal raus und entführt uns in die Abenddämmerstunde.
Geschrieben in meine schönsten Fotos, Natur & Co, unsere Streusandbüchse | Keine Kommentare »
10.2.2008 von Mrs. Tapir.
bei dem unglaublichen Wetter konnte man endlich mal wieder in den Garten.
Stillleben im Vorgarten an einem sonnigen Februartag
Unser hinterer Garten steht noch immer unter Wasser, aber im Vorgarten ist das Wasser jetzt versickert.
Zwar kommen bei uns schon die Zwiebelblumen raus, aber es ist schließlich noch tiefer Winter.
Ich habe mich auf Arbeiten beschränkt, die ich eigentlich schon im Herbst oder im frühen Winter hätte machen sollen. Aber es ist ein herrliches Gefühl, sich wieder im Freien bewegen zu können, und das bei einer Sonne wie im späten März…
Während Kranich unsere Holzstämme zersägte, um sie endlich auf dem Grundstück zu lagern, lief Anka zwischen uns hin und her.
Was macht Herrchen da für einen Lärm?
Unsere Holzstapel reichen noch für einige Winter…
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9.2.2008 von Mrs. Tapir.
“Ja ,mei, gibts denn sowas überhaupt bei denen auch? Bei uns schaffen die Buben doch kaum die Volksschule!”
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6.2.2008 von Mrs. Tapir.
Man weiß ja, was gespielt wird und wo man lebt… aber irgendwann kommt die Erkenntnis wirklich bei einem an.
Das war für mich heute.
Esel kennen sich aus
Als letzte Woche meine Freundin erwähnte, sie hätte für ihre Lesebrille 1000 Euro ausgegeben, habe ich still bei mir gedacht: Typisch, mal wieder das teuerste Disigner-Modell gekauft….
Heute wurde ich im Brillenladen aufgeklärt: Brillen sind rund herum Luxusartikel. Die Kasse zahlt seit 2004 keinen Zuschlag zum Gestell und inzwischen auch Null zu den Gläsern.
Zugegeben, meine letzte Brille ist schon ein paar Jährchen alt. Immerhin gabs da noch eine Kleinigkeit dazu und die Gläser wurden - bis auf Entspiegelung und ähnliche Sonderwünsche - von der Kasse übernommen…
Die Brillenverkäuferin eben sah mich dezent mitleidig an. Wieder eine, die noch nicht in der Moderne angekommen ist!
Ich aber stand richtig schockiert herum zwischen den teuren und meistens auch noch ziemlich hässlichen Brillengestellen und dachte entsetzt: “Was macht ein 20 jähriger arbeitsloser Mensch, wenn er eine Brille braucht?” Meine Kinder brauchen alle keine Brille, schoss es mir durch den Kopf! Ein Glück! Was machen Hartz IV-Empfänger?
Ich habe mich ernsthaft geschockt aus dem Laden entfernt und überlege seit dem, wieso es das eigene Risiko eines Menschen sein kann, dass er eine Brille braucht. Kann ein Mensch mit Kurzsichtigkeit ohne Sehhilfe überhaupt durchs Leben kommen? Er wäre zumindest eine ernsthafte Verkehrsgefährdung. Von Schulbesuch, Führerschein, Teilnahme am kulturellen Leben mal ganz abgesehen. Und wieso zahlt dann seine Kasse nichts? Wieso ist eine Brille neuerdings ein Luxus, den ich mir eben leisten muss? Trage ich meine Brille etwa, weil sie mir so gut steht? Ich denke eher nicht.
Ach so, ich begreife, es ist schon notwendig, dass ich die Brille habe, aber es ist trotzdem mein persönliches Risiko. Denn das heißt eben noch lange nicht, dass die Kasse was dazu gibt. So wie die Spritzen gegen meineArthrose, die seit 3 Jahren wie ein Wunder wirken, deren Bezahlung die Kasse aber abgelehnt hat, weil dieses Medikament nicht wirklich heilt. Wirklich fürsorglich gedacht, liebe Kasse.
Klar, und eine Brille heilt eben auch nicht den Sehfehler. Das muss es sein. Da heißt es jetzt einfach, Pech gehabt. Wenn nächstens wieder ich auf die Welt komme und habe vielleicht nur ein Bein, zahlt mir dann noch jemand was für eine Gehhilfe? Habe ich dann auch nur Pech gehabt? Schlechte Aussichten!
“Ach, das ist doch schon lange so!”, sagt mir meine kleine Brillenverkäuferin und glaubt, damit eine hinreichende Erklärung abgegeben zu haben. (Manchmal wundere ich mich, dass die Leute hier im Osten noch viel williger und bereiter der Marktwirtschaft ihre Dankesopfer bringen. Sie kennen den Kapitalismus nicht mehr anders, könnte man sagen. Stimmt. Aber immerhin gabs hier früher mal was ganz anderes.)
Ich gehöre einfach zu denen, die es nicht begreifen, die es vor allem nicht einsehen wollen, was da passiert, die immer noch davon sprechen, dass ein neu backenes Brötchen in ihrer Kindheit 6 und ein altbackenes 5 Pfennig kostete. Und in der Apotheke habe ich vor 25 Jahren noch 50 Pfennig pro Rezept dazugezahlt.
So was heute laut zu sagen, kommt immer schlecht an, so als würde man ein schamloses Schuldbekenntnis ablegen, dass man in seinem früheren Leben die Wirtschaft brutal um ihre Profite betrogen habe. Dafür sollte man sich lieber schämen.
Niemand scheint in diesem Lande etwas dabei zu finden, dass wir zunehmend freigesetzt werden von allen Sicherungen, allen Rechtsansprüchen, allen tariflichen Bezahlungen. Alle tun so, als würden sie zu den Gewinnern der Gesellschaft gehören, als würde gerade sie diese Entwicklung nicht treffen. Geiz ist eine Modetrend, keine Notwendigkeit. So auch meine kleine Brillenverkäuferin.
Das Schlimme ist, dass all das den Leuten so vorkommt wie ein gewaltiges Naturgesetz, das uns überfällt, das wir nicht beeinflussen und stoppen und schon gar nicht verhindern können. Und wenn wir den Göttern fleißig Opfer bringen, werden sie uns vielleicht nicht so schlimm heimsuchen. Auf alle Fälle hat es keinen Sinn, sich gegen das Unvermeidliche aufzulehnen. So ähnlich wie bei der Klimaveränderung.
Hoppla, die ist ja auch selbst gemacht.
Geschrieben in Gedanken am Rande, Turbokapitalismus | Keine Kommentare »