Herbst-Nostalgie

Noch mal was zum Herbst….

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Als Kind war der Herbst für mich immer ein lustiger Monat. Da ließ man Drachen fliegen, bastelte Kastanienmännchen, sammelte bunte Blätter … Und da sind noch andere Kindheitserinnerungen von Geschichten aus dem Lesebuch: „Oh, wer da mitreisen könnte“ und „Der Herbstwind geht auf die Reise“…
Leider habe ich „Meine liebe Fibel“ im 2. Schuljahr einem Mädchen geliehen und nie wieder bekommen. Es war ein Mädchen aus der Siebenbürgensiedlung in unserem Stadtteil in Oberhausen – Osterfeld. Sie hatte Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache. Ich hoffe, dass sie mit meiner Fibel wenigstens Fortschritte gemacht hat.
Ich sah sie später noch Jahre lang auf unserem Schulhof, aber ich habe mich nie getraut, sie nach meinem Buch zu fragen. Ich dachte immer, sie würde es vielleicht noch brauchen.

Schade! Wäre direkt mal eine Suche bei Goggle wert. „Meine liebe Fibel“, Lesebuch fürs erste Schuljahr, Nordrhein-Westfalen, Einschulungsjahrgang 1953…

Das Mathebüchlein aus der 1. Klasse habe ich dagegen noch immer und hüte es.

Ei wie nostalgisch!

Also was soll das? Traurig darf man nicht sein, wenn man in sein will und nostalgisch auch nicht? Reicht es euch, liebe Jugend der Jahrtausendwende denn nicht, wenn eure Großmütter, späten Mütter und Opas im Bog rummachen?

 

Über Mrs. Tapir

Perspektive: ungewiss; meine älteste Verwandte wurde 104 Jahre alt, mein Großvater starb mit 54. Beruf: muss noch ein paar Jährchen, werde es aber kaum bis 67 aushalten; obwohl ich mir schon als Schülerin geschworen hatte, nie Lehrerin zu werden, bin ich schließlich doch hier an einer Hochschule gelandet Kinder: ganze drei habe ich groß gekriegt Partner, Liebhaber und Ehemänner; habe diverses hinter mir, zwei mal geschieden, nach Trennungen öfter traurig, noch öfter froh; seit 4 Jahren dritter und hoffentlich letzter Versuch einer glücklichen Ehe Themen: schon immer waren die wichtigsten Themen meines Lebens Literatur, Natur und Menschen. Und obowohl ich eigentlich ein unpolitischer Mensch sein möchte, gelingt mir das auch immer wieder nicht. Ansonsten: Tapire sind Einzelgänger, irgendetwas zwischen Pferd und Schwein, dickfellig aber sensibel, schön im Auge des begnadeten Betrachters, ihre vorn spitz zulaufende Schnauze ermöglicht es ihnen, sich schnell durch das Dickicht südamerikanischer Wälder zu bewegen.
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