Internet-Abenteuer

Es ist eine Schande, Verschwendung von Zeit, Energie, Kraft und Leidenschaft!!!!

Während andere sich zu Recht um die Umwelt Sorgen machen oder über Herrn Schäubles Versuch, uns an ganz neue, bisher kaum denkbare Formen zu gewöhnen, wie der Westen sich, seine hohen moralischen Werte, seine Vormachtstellung und seine Freiheit verteidigen könnte, und während ein großer Teil der Bevölkerung einfach auf Tauchstation in Urlaub geht – muss ich mich mit folgendem Problem herumärgern:

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Mein Notebook empfängt in Jena das Internet über t-online. Meine DSL-Verbindung ist nicht mehr die schnellste aber sie stand und war immer zuverlässig.

Dafür gelang es mir nicht, mich zu Hause in O. mit dem dort installierten Funk-DSL ins Netz zu beamen. Erst haben wir die Installation selber versucht, natürlich ohne nennenswerte Ergebnisse außer dem flauen Gefühl, alles mögliche im Inneren dieses Gerätes verstellt zu haben.

Dann habe ich mich monatelang zähneknirschend in O. mit dem Gaststatus im Internet meines Gatten begnügt, was mich ziemlich ärgerlich gemacht hat, da ich täglich Post von Studierenden beantworten muss und auch sonst den kleinen Blick ins WWW zu jeder beliebigen Gelegenheit nicht mehr missen kann und möchte.

Also kam der Herr von 1&1, der dieses Funk-DSL vor Monaten bei uns installiert hatte, tüftelte eine Zeitlang an meinem Notebook herum, versicherte auf meine bange Frage hin, dass das für meinem Anschluss in Jena nichts mache und auch gar nichts damit zu tun habe, installierte die Fritzbox-Software neu. Und siehe da, das Internet stand, ging schnell und sicher.

Er kassierte und verschwand.

Eine Woche hatte ich das ungetrübte Vergnügen eines funktionierenden Internetzuganges, wenn uns auch irritierte, dass mein Mann schlechten Empfang hatte, wenn ich zuerst eingestiegen war.

Dann musste ich zurück nach Jena. Die Prüfungen riefen.

Ich steckte mein Internetkabel rein und rief mein Internet über t-online auf. Nichts. Fehlermeldung 110. Dann 91. Dann wieder 110. Und so weiter.

Heute hat ein Bekannter, der ein großes Intera-Netzwerk pflegt und sich sicher gut auskennt, mehr als eine Stunde versucht, meinen t-online-Zugang wieder herzustellen. Es ist ihm nicht gelungen. Ich stand nur dabei und fühlte mich wie jemand, der sich sehenden Auges in einem großen Wald verirrt und nicht mehr weiß, ob er an dieser Kreuzung schon einmal war und ob er dann nach links oder nach rechts gegangen ist.

Nun warte ich brav bis Freitag. Da kehre ich nach O. zurück. Mal sehen, ob dann die frisch installierte Fritz-Verbindung noch geht oder ob sie bei der ganzen Probiererrei nun auch das Weite gesucht hat.

Ich fange an, richtig sauer zu werden:

Es will mir nicht in den Kopf, dass dieser Herr nicht überblickt haben will, dass er mit der einen Installation meinen anderen Zugang zum Fenster hinausgeschmissen hat.

Sollte ich die einzige auf dieser Welt sein, die es wagt, mit einem Notebook an verschiedenen Orten über unterschiedliche Zugänge ins Internet zu gehen? Wieso ist das so ein großes Problem, das keiner vorhersehen und keiner lösen kann?

Oder ist doch nur mein Internetkabel kaputt? Schön wär’s.

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