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31.7.2007 von Mrs. Tapir.
Hallo ihr da draußen,
Nun schreibe ich - eine von ich weiß nicht wievielen - seit Monaten fast jeden Tag hier ins blog und sende meine Gedanken und Erlebnisse ins www aus.
Manchmal macht es mir Spaß, einfach so eine kleine bunte Duftmarke abzusetzen. Manchmal schaue ich mir meine bisherigen Ergüsse an und finde sie auch ganz schön, schön amüsant und meistens auch eigentlich gar nicht so blöd.
Ich sehe, dass mein Blog täglich eine Gruppe von 100 Leuten oder etwas mehr ansieht. Wenn ich sie mir vorstelle als reale Gruppe, scheint das eine ganze Menge zu sein. Wenn ich mir dabei das www vorstelle, fürchte ich, dass das aber vielmehr genau die Anzahl von Menschen ist, die per Zufall auf meine Seite stoßen, wenn sie rumgoogeln oder per blind durch die Gegend surfen.

Keine Ahnung, ob es so ist. Jedenfalls meldet sich keiner und sagt: “Behalt mal deine blöden Gedanken für dich!” oder “Was geht mich deine Streusandbüchse an oder ob du im Fitness-Center deine Kondition verbesserst?” oder “Dazu haben schon ganz andere Leute Schlaueres gesagt!”. Von Zuspruch ganz zu schweigen oder von Nachfragen. Geschenkt!
kranich sagt, das ist wie im Leben. Wirklich zuhören tut dir kaum einer. Und wirklich ausrichten tust du auch nichts. Aber man kann es ja mal versuchen, es mal anbieten.
Vielleicht ist es doch ganz anders. Vielleicht werde ich ja auch genau beobachtet, habe ja allen freiwillig die Möglichkeit angeboten. Inventur! Alle herein spaziert! Schließlich lebe ich in der Gesellschaft, wo alle (fast)alles laut sagen dürfen und wo keiner es hört.
Aber vielleicht stehe ich ja auf der Liste eines Diplomanden der Kommunikationswissenschaft, der eine langweilige Arbeit über Frauenblogs schreibt? Vielleicht bin ich sogar dem Verfassungsschutz eine Nebennotiz wert? Vielleicht verhallt mein Blog aber auch ohne Echo und ohne Widerhall im www.
Letzeres scheint mir immer wahrscheinlicher.
Jedenfalls ist es ein heimeliges Gefühl zu wissen, alle, alle hätten jetzt die Möglichkeit, an meinen Gedanken und den neusten Ereignissen meines unbedeutenden Lebens teilzuhaben. Und es ist gleichzeitig die anonymste Sache der Welt, so als flöge ein bisschen Weltraumschrott seit Jahrzehnten einsam und ungesehen immer links am Sonnensystem vorbei. Es ist wie eine große Verbrüderung ohne Brüder.
Ich werde dabei übermütig. Das muss ich von meiner Mutter haben. Die sagte immer, “ich gehe mal nackt durch die Bahnhofstraße und du wirst sehen, keiner nimmt davon Notiz”. Vielleicht hätte sie ja doch einer weggeschnappt oder in die Klapsmühle gebracht. Manchmal kommen dann doch unerwartete Reaktionen, um nicht zu sagen Sanktionen.
Mal abwarten. Die Inventur geht weiter.
Geschrieben in Gedanken am Rande, Alter & Leben | 2 Kommentare »
30.7.2007 von Mrs. Tapir.
Nachdem ich heute Nachmittag die - ich weiß nicht wievielte - Korrektur meines Buches abgeschlossen hatte und es draußen schon seit Stunden düster tröpfelte, beschloss ich, mir endlich mal wieder in unserer Laube etwas zum Lesen auszusuchen. In unserer Laube “haust” unsere gesamte Belletristik und wir nennen sie deshalb die Bibliothek. Meine alte Leseleidenschaft ist in den letzten Monaten wieder mal etwas unter die Räder gekommen. Also frsich ans Werk!
Ich schwanke ein wenig zwischen Heines Gedichten, Defoes “Die Pest in London” und - ja, das ist es: Das “Treffen in Telgte”, von Günter Grass (1979).
Ich bin eigentlich nicht gerade ein Grass-Fan. Aber ich las dieses Bändchen vor zig Jahren und habe es in guter, amüsanter Erinnerung. Außerdem klingeln beim dem Namen Telgte bei mir liebe Jugenderinnerungen, habe ich doch in der Provinzialhauptstadt von Westfalen studiert, anno 68ff.
Und dann noch etwas: Ich möchte nachschauen, wie bei Grass der Paul Gerhardt wegkommt, der Kirchenlieddichter, mit dessen Liedern mir kranich seit ein paar Tagen eine CD vorspielt, die mir gut ins Ohr schmeichelt, aber mich etwas peinlich berührt, weil sie mich an alte Kinder-Gottesdiensttage und an spätere, katholisch-jugendbewegte Jahre erinnert: “Du kannst die Welt verändern, pack mit an”. Das habe ich dann später weniger katholisch ausgelegt….
Das Lied von der güldenen Sonne, das ich so gerne habe und dass jetzt unter Paul Gerhards Liedern auftaucht, hat kranich mir vor ein paar Wochen weggekrittelt , es sei ja doch auch mit der Sonne nur der liebe Gott gemeint. Fand ich nicht. Fand ich zu eng gesehen.
Aber die CD gibt kranich Recht.
Also lese ich an diesem düsteren Sonntagnachmittag Grass, mache mich auf die Suche nach jenem Paul Gerhard, tauche ein in jenen kleinen westfälischen Ort am Emsufer.
Es ist die Landschaft meiner Studienjahre. Wie oft saßen wir abends und in die Nacht hinein am Emsufer und diskutierten über die Welt, weniger über Gott, , über Vietnam, die Notstandsgesetze und natürlich über Kunst. Und mancher sprang nackt zur Abkühlkung ins Emswasser und tummelte sich zusammen mit kleinen Wasserratten am Schilfufer. Mit dem ersten Morgenlicht sahen diejenigen von uns, die noch geblieben waren, Schwäne die Ems entlang gleiten in Richtung der aufgehenden Sonne.
Heute Nachmittag nun sehe in in meiner Jugendlandschaft die Gruppe der Barock-Poeten Quartier beziehen und mit ihrem Treffen versuchen die deutsche Sprache und das zerstörte und zertrampelte Vaterland zu retten. Wie sie sich wichtig nehmen, wie sie debattieren, sich erhitzen! Es ist ein Vergnügen sie zu beobachten mit ihren widersprüchlichen Charaktere und Ansichten,, ihren verschiedenen Richtungen und Stilen, ihren Marotten und geheimen Sorgen und mit ihren Weisheiten und Lächerlichkeiten, ihren Eitelkeiten vor allem - und ich begegne mit Überraschung und Respekt dem, den ich beinahe vergessen hatte: dem Simpel: frech, lebendig und stark, dem späteren Verfasser des ersten deutschen Romans, Grimmelshausen. Hier ist er noch ein unbekannter aber voranstürmender Haudegen mit einem scharfen Blick für die Wirklichkeit, die politischen Verlogenheiten und die Leiden und Leidenschaften der Menschen. Für die versammelten Poeten eher ein Störenfried ihres dichterischen Hains. Von allen steht er als einziger heute in meiner Bibliothek.
Paul Gerhard ist auch dabei und kommt bei Grass recht und schlecht weg als bigotter, biederer, integrer und vor allem tieffrommer Mensch, der die Gottesverehrung seiner Lieder offenbar wirklich ernst nimmt. Also meint er wirklich nicht die Sonne, sie reicht ihm nicht, sie ist ihm nur ein Abglanz Gottes. Nun gut. Dennoch gefallen mir die Melodien, die andere zu seinen Texten gemacht haben.
An diesem langen, verregneten Juli-Sonntag lasse ich die 3,4 Sommertages des Tegter-Treffens an mir vorüberziehen. Es ist merkwürdig, dass das schon 300 Jahre her sein soll, 359 Jahre, um es genau zu nehmen. Als ich las, kam es mir so vor, als sei dieses Treffen eben erst zuende gegangen.
Geschrieben in gehört, gelesen, Dichtung & Kunst | Keine Kommentare »
27.7.2007 von Mrs. Tapir.
kranich ist zu seinem Sohn nach Frankfurt gefahren und ich habe das Vergnügen, ganz alleine - allerdings mit Anka - hier in der Streusandbüchse meine Tage zu verbringen…
Wie anders alles ist, wenn man plötzlich alleine ist.
Lässiger wird das Frühstück eingenommen, jetzt schaue ich mal morgens in die Zeitung, was ich sonst nie mache. Lauter Optionen stehen offen, ich könnte einfach mal eben die ganze Welt einreißen!

Der Garten lacht mich an und leuchtet. Ich besuche alle grünen Kinder und sitze ein wenig in der Morgensonne. Dann mache ich mich an den Schreibtisch.
Soll ich erst ein bisschen an meinem Buch schreiben? Oder doch lieber erst einmal die mails beantworten, die ich gestern vorfand? Nach einiger Zeit: Kleiner Ausflug in den Garten zum Unkrautjäten im Wurzelbeet, die neuen Wasserpflanzen an den Miniteichrand gepflanzt…
Keiner ruft mich zum 2. Frühstück, keiner zum Mittagessen. Die Zeit vergeht sehr schnell bei der Überarbeitung des 1. Kapitels. Anka liegt neben mir und wartet geduldig. Als ich auf die Uhr sehe ist es halb zwei.
Wie immer meldet sichmein Hunger nicht von selber. Ich gehe in die Küche, keine Lust zu kochen. Schließlich mache ich mir doch eine Teller Caprese zurecht. Das Basilikum in unserem Gartenhaus ist zu üppig!
Das kleine Radio, das nur dann zu verstehen ist, wenn man es an einen Metallgegenstand lehnt, habe ich mit hinaus genommen. Warum haben wir eigentlich nicht längst ein neues angeschafft?
Überhaupt brauche ich ein kleines Radio im Schlafzimmer. Ich bin es gewohnt, vor dem Einschlafen noch Radio zu hören. Ich mache Einkaufspläne. Wir brauchen auch noch ein Lampe fürs Schlafzimmer, dass jetzt ja endlich bald ganz fertig ist.
Mein Soduko zum Verdauen - Kategorie schwer - geht fast auf. Irgendwann stoße ich doch auf einen Fehler und werfe es weg.
Noch eine Runde am Schreibtisch, zwischendurch ruft kranich an und fragt, ob ich mich alleine wohl fühle.
Fühle ich mich wohl?
Tausend Optionen aber doch ein bischen einsam, finde ich.
Der Nachmittagsgang mit Anka, von ihr heiß ersehnt, führt mich an dem Dorffußballplatz vorbei, wo junge Männer offenbar ein Wochenendereignis auf dem Platz vorbereiteten. Kleine Kinder spielen auf einem aufgeschütteten Sandhaufen und nehmen keine Notiz von uns. Meine Gehorsamsübungen “Platz, bleib da”, macht Anka mit Gönnermiene mit und kassiert mit mäßiger Gier die verdienten Leckerlies.
Die Nachbarn waren nur ganz kurz da, um ihren Pflaumenbaum abzuernten. Dann sind sie zurück nach Berlin gefahren zu einer Familienfeier. Also bleibe ich dieses Wochenende wirklich ganz alleine hier. Bei meiner Schwägerin, die ich in Berlin anrufe, um mich mit ihr zu verabreden, geht nur der Anrufbeantworter ran. Sommerloch.
Abends mache ich mir für mich ganz alleine ein kleines Feuer hinten an der Laube in der Abendsonne.
Als es kühl wird, gehe ich rein.
Der Tag ist herum und ich habe die Welt nicht aus den Angeln gehoben.
Geschrieben in Anka, Alter & Leben, unsere Streusandbüchse | Keine Kommentare »
27.7.2007 von Mrs. Tapir.
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26.7.2007 von Mrs. Tapir.

Hallo Leute, seht ihr mich?
Heute muss ich mich leider aus hohen Lüften zu Wort melden. Mama hat mich hier rauf gesetzt. Das sind diese verkleideten Balken, an denen sie gestern den ganzen Tag rumgebastelt hat.
Ich bin ganz meschugge geworden vom Zusehen: Rauf auf die Leiter, runter von der Leiter, ran an die Kreissäge, rauf auf die Leiter, runter von der Leiter, neue Schrauben holen, rauf auf die Leiter, Akkuschrauber leer, runter von der Leiter, ……….

Jetzt ist sie ganz stolz, dass sie es - nach den ja bekannten anfänglichen Schwierigkeiten - einigermaßen hingekriegt hat.
Dafür darf ich jetzt hier oben schweben und für ihr Foto posieren! Bin ich vielleicht ein Balkentänzer?
Wenn Sie mich fragen: Ich finde nichts Tolles dabei. Verkleidete Balken, wer hat denn so was schon mal gehört!? Ich würde mich gerne mal verkleiden, damit hier endlich mal was passiert. Aber wieso dürfen denn die blöden Balken sowas?
ich auch! 
Geschrieben in Klausi's Kommentar, unsere Streusandbüchse | Keine Kommentare »
23.7.2007 von Mrs. Tapir.
Unser Haus ist längst fertig - bis auf gewisse ästhetische Restarbeiten, die nun schon seit 2 Jahren auf uns warten.
Zum Beispiel sind im Schlafzimmer noch die Deckenbalken zu verkleiden. Immer wenn ich im Bett liege, sehe ich mir die drei rohen, nicht sehr attraktiven Holzbalken an und die sichtbaren Stücke der grünen Klebestreifen von der Dachisolierung und denke, das kann doch gar nicht schwer sein.


Neulich habe ich dann endlich alles gründlich vermessen, um dann jetzt mit dem Ausbau beginnen zu können.
Heute habe ich angefangen. Bisher bestanden meine Bemühungen allerdings ausschließlich aus Pannen:
1. Ich suche schöne Kiefernbretter heraus, die wir noch vom Bau übrig haben, schneide sie zu: 6 Seitenbretter, 3 Böden, drei Deckel - und stelle fest, dass ich als Basismaß für Böden und Seitenteile statt 108,3 cm das richtige Maß, nämlich 118,3 cm hätte schneiden müssen - Lesefehler.
2. Ich organisiere neue Bretter, die schon nicht mehr so schön sind und schneide die Böden und Seiten neu nach gemessenem Maß zu. Um dann bei der “Anprobe” festzustellen, dass die Seitenbretter schmaler sind, als die Holzbalken, die sie verkleiden sollen. Damit sind die alten Bretter zu schmal.
3. Wir kaufen neue, wunderbar glatte helle Bretter mit hinreichender Breite für die Seitenteile und schmalere für den Boden und den Deckel - und ich nehme aus Versehen für die Seite ein schmales Brett - aus dem kann ich jetzt immerhin noch einen Deckel machen.
4. Wir schneiden ein neues Seitenbrett zu und passen nun - vorsichtig geworden - erst einmal die vier Bretter der ersten Verkleidung an und stellen fest, dass durch den Sägeschnitt und den Winkelschnitt (Dachschräge) einige Zentemeter einfach verschwunden sind. Aus dem viel zu kurzen Bodenbrett kann man noch gut ein neues Deckelbrett machen. Das erste Deckelbrett bleibt 2 cm zu kurz. Vielleicht gibt es eine Stelle, wo man das nicht so sieht….
Anka hat den ganzen Vorgang interessiert bis gelassen verfolgt.
Was soll ich dazu sagen? Ich könnte mich schlicht irgendwo hinbeißen. Und nie mehr darf ich auch nur einen winzigen Ton meckern, wenn kranich hier am Haus irgendwas nicht 100%ig gerade oder perfekt hinkriegt.
Morgen werde ich alles noch mal nachmessen und dann ganz langsam und konzentriert weiterwerkeln.
Vielleicht wird die ganze Sache doch noch einigermaßen ansehnlich?
Vielleicht muss ich mir aber eine weitere Bretterausstattung zulegen. Wir wollen es nicht hoffen!
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22.7.2007 von Mrs. Tapir.
Jedes meiner Kinder hat zum Abitur eine Reise bekommen. Die erste fuhr mit ihrem Vater 3 Wochennach Griechenland, um dort die Spuren des Vaters aus Jugendzeiten nachzuvollziehen, dem Sohn lieh ich meinen PKW für eine Reise mit der Freundin nach Italien und meine Jüngste möchte mit mir eine Kreuzfahrt machen…
Also suchten wir eine kleine, erschwingliche Schnupperkreuzfahrt, die für uns beide etwas bot und uns beide gleichermaßen reizt..

Wir einigten uns auf eine Ostseekreuzfahrt, gebucht im Januar zum Frühbucherpreis und mit sogenannten Glückskabinen, die wohl deshalb so genannte werden, weil man erst spät erfährt, wo sie genau liegen. Es sind die einfachen, im Innenbereich des Schiffes und ohne Blick aufs Meer gelegenen Kabinen. Ich hoffe, der Name bedeutet nicht, dass man überhaupt nur eine Kabine bekommt, wenn man Glück hat.
Das alles klingt nach Schnäppchen, ist aber dennoch ganz schön teuer. Ich habe schon über 2000 Euro berappt, dazu eine Nachrechnung wegen gestiegener Ölpreise. Dazu kommt die Aufbewahrung des Autos während der Reise, die Reiseversicherungen, alle möglichen Gebühren, dann die Getränke, die noch nicht im Pauschalpreis enthalten sind und die Kosten für die Führungen bei den Landgängen….
Ein Internetzugang ist auch da. Die Nutzung kostet 1 Euro 50 pro Minute. Ich werde mir überlegen müssen, ob ich meine Postings über die Reise und ihre Eindrücke wirklich vom Schiff aus machen soll oder ob ich erst von zu Hause aus alles mitteile.
Trotzdem, wir freuen uns. Ich sehe unserer Traumschifffahrt mit einem kleinen Grinsen entgegen. Einmal im Leben muss man sowas wohl mal erlebt haben. Später fährt meine Kapitänstochter sowas ja sicher selber, dann fahre ich als Mutter mit….
Kleine Pannen und Merkwürdigkeiten lassen jetzt schon grüßen:
Die Unterlagen enthalten ein falsches Abreisedatum, der Name meiner Tochter ist falsch geschrieben, ein Anmeldeformular für die Landausflüge soll sofort ausgefüllt an den Veranstalter zurückgeschickt werden. Die Adresse steht auf dem Formular. Aber den Unterlagen liegt ein Schreiben bei, das mitteilt, die Firma hätte seit Ostern ihre Adresse geändert. An welche Adresse soll ich den Brief nun schicken?
Zwei Tage vor den Unterlagen für die Reise kam übrigens ein Brief, in dem mitgeteilt wurde, dass das Schiff, auf dem ich meine Traumreise gebucht habe, in diesem Sommer zum letzten Mal fährt und ich werde herzlich eingeladen, meine nächste Reise auf einem neuen Kreuzfahrtschiff zu machen, dass seine Nachfolge antritt. Sehr vertrauenserweckend.
Nun gut. Wir freuen uns weiter.
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21.7.2007 von Mrs. Tapir.
nun ist sie also da in unserem Sommer!

Dass dies hier ihr Altersruhesitz wird, das weiß sie natürlich noch nicht.
Das neue “Herrchen” übt jetzt fleißig “bei Fuß”, “Sitz”, Leckerlies geben, Katzen eher sehen als Anka, um entsprechende Maßnahmen zu ergreifen….
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19.7.2007 von Mrs. Tapir.
Nun ist es
soweit.
Heute Abend hole ich Anka bei meinem Ex ab, wo sie die letzten Jahre mit meiner Tochter wohnte, und morgen in aller kühler Frühe (mein Wagen hat keine Klimaanlage) reisen wir nach O. und Anka zieht damit endgültig in ihrem Altersruhesitz ein.

Sie reist mit wenig Gepäck: das Halsband und die Leine, die Steuermarke hängt am Halsband…. Den Impfass habe ich schon, Bürsten, Näpfe und Futter sind schon in der Streusandbüchse. Schließlich war Anka bisher unser Besuchhund in den Sommermonaten.
Was die Tierwelt in unserer Streusandbüchse zur neuen Bewohnerin sagen wird, werden wir sehen: die beiden Kater, die jeden Abend durch unseren Garten schleichen, der Igel mit Gemahlin, die allabendlich an der Hecke herumschmatzen, der kleine gelbe Vogel der im Dachfirst nistet, die Elstern, die leider die Oberhand über die Vogelwelt haben und alles verjagen, was ihnen in die Quere kommt, selbst den Eichelhäher und nicht zuletzt die Marderfamilie, die ab und an meinen Wagen heimgesucht hat, der vor der Tür steht….
Anka ist eine Eurasierin, eine Rasse, die als Welpe aussieht wie ein wunderschönes Kuscheltier und die auch jetzt, mit ihren 10 Lenzen immer noch die Herzen aller Kleinkinder entzückt, die sich „Teddybär, Teddybär“ rufend auf sie stürzen möchten, um in ihr dickes Fell zu grapschen.
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17.7.2007 von Mrs. Tapir.
Es ist eine Schande, Verschwendung von Zeit, Energie, Kraft und Leidenschaft!!!!
Während andere sich zu Recht um die Umwelt Sorgen machen oder über Herrn Schäubles Versuch, uns an ganz neue, bisher kaum denkbare Formen zu gewöhnen, wie der Westen sich, seine hohen moralischen Werte, seine Vormachtstellung und seine Freiheit verteidigen könnte, und während ein großer Teil der Bevölkerung einfach auf Tauchstation in Urlaub geht – muss ich mich mit folgendem Problem herumärgern:
Mein Notebook empfängt in Jena das Internet über t-online. Meine DSL-Verbindung ist nicht mehr die schnellste aber sie stand und war immer zuverlässig.
Dafür gelang es mir nicht, mich zu Hause in O. mit dem dort installierten Funk-DSL ins Netz zu beamen. Erst haben wir die Installation selber versucht, natürlich ohne nennenswerte Ergebnisse außer dem flauen Gefühl, alles mögliche im Inneren dieses Gerätes verstellt zu haben.
Dann habe ich mich monatelang zähneknirschend in O. mit dem Gaststatus im Internet meines Gatten begnügt, was mich ziemlich ärgerlich gemacht hat, da ich täglich Post von Studierenden beantworten muss und auch sonst den kleinen Blick ins WWW zu jeder beliebigen Gelegenheit nicht mehr missen kann und möchte.
Also kam der Herr von 1&1, der dieses Funk-DSL vor Monaten bei uns installiert hatte, tüftelte eine Zeitlang an meinem Notebook herum, versicherte auf meine bange Frage hin, dass das für meinem Anschluss in Jena nichts mache und auch gar nichts damit zu tun habe, installierte die Fritzbox-Software neu. Und siehe da, das Internet stand, ging schnell und sicher.
Er kassierte und verschwand.
Eine Woche hatte ich das ungetrübte Vergnügen eines funktionierenden Internetzuganges, wenn uns auch irritierte, dass mein Mann schlechten Empfang hatte, wenn ich zuerst eingestiegen war.
Dann musste ich zurück nach Jena. Die Prüfungen riefen.
Ich steckte mein Internetkabel rein und rief mein Internet über t-online auf. Nichts. Fehlermeldung 110. Dann 91. Dann wieder 110. Und so weiter.
Heute hat ein Bekannter, der ein großes Intera-Netzwerk pflegt und sich sicher gut auskennt, mehr als eine Stunde versucht, meinen t-online-Zugang wieder herzustellen. Es ist ihm nicht gelungen. Ich stand nur dabei und fühlte mich wie jemand, der sich sehenden Auges in einem großen Wald verirrt und nicht mehr weiß, ob er an dieser Kreuzung schon einmal war und ob er dann nach links oder nach rechts gegangen ist.
Nun warte ich brav bis Freitag. Da kehre ich nach O. zurück. Mal sehen, ob dann die frisch installierte Fritz-Verbindung noch geht oder ob sie bei der ganzen Probiererrei nun auch das Weite gesucht hat.
Ich fange an, richtig sauer zu werden:
Es will mir nicht in den Kopf, dass dieser Herr nicht überblickt haben will, dass er mit der einen Installation meinen anderen Zugang zum Fenster hinausgeschmissen hat.
Sollte ich die einzige auf dieser Welt sein, die es wagt, mit einem Notebook an verschiedenen Orten über unterschiedliche Zugänge ins Internet zu gehen? Wieso ist das so ein großes Problem, das keiner vorhersehen und keiner lösen kann?
Oder ist doch nur mein Internetkabel kaputt? Schön wär’s.
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