Anmerkungen zur Kleinkinderbetreuung VI

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Meine Tochter moniert, dass dieses kleine Wesen auf meinen Postings zum Thema Kinderbetreuung so traurig aussieht.

Warum sie so traurig ausschaut?

Dieses Kind hat gerade erfahren, dass seine Aussichten, in dieser Gesellschaft eine Chance zu bekommen gegen Null sinkt, da Herr Stoiber ihren Eltern im Monat 150 Euro anbieten will, damit sie, Manuela weiterhin zu Hause bleiben kann.

   Es handelt sich nicht um die Tochter des Filialleiters Murgau und seiner Ehefrau, die als Übersetzerin arbeitet, auch nicht um den Sohn des Akademikerehepaares Schmidt, der in der Krippe möglichst schon Englisch lernen soll und auf den später auch noch der Judoverein und der Klavierunterricht wartet.
Es handelt sich um Manuela, die Tochter des arbeitslosen Hilfsarbeiters Petersen und seiner Ehefrau, die durch Putzen zu Hartz IV etwas hinzuverdient; beide Sonderschulabgänger und auf Schule und Ähnliches nicht gut zu sprechen.
Manuela hat nicht gelernt neugierige Fragen zu stellen und ihre geistigen und motorischen Fähigkeiten auszuprobieren, sie sitzt viel vor der Glotze, so wie die Eltern eben auch. Bücher gibt es in ihrer Familie nicht und gesprochen wird auch nicht viel.

Manuela hat wenig Chancen, von ihren Eltern in die Krippe geschickt zu werden. Selbst der Kindergarten ist den Eltern beim großen Bruder schon lästig. Die Frau vom Allgemeinen Sozialdienst versucht die Eltern immer wieder, dazu zu bewegen. Aber sie wollen nicht und jetzt schon überhaupt nicht mehr, denn jetzt gibt’s vom Staat ja sogar Geld dafür, wenn man die Kinder nicht da hin schickt…..

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